Pressemitteilung von Ver.di NRW
48-Stunden-Streik beim WDR: Ver.di erhöht Druck
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) ruft die Beschäftigten des Westdeutschen Rundfunks (WDR) sowie des Beitragsservices zu einem 48-stündigen Warnstreik auf. Der Ausstand begann am heutigen Mittwoch, 17. Juni, um 2 Uhr und endet am Freitag, 19. Juni, um 2 Uhr.
Die fünfte Verhandlungsrunde am 9. Juni blieb ohne Ergebnis. Mit der Ausweitung der Arbeitskampfmaßnahmen erhöht Ver.di nun den Druck … Aus Sicht der Gewerkschaft liegt weiterhin kein Angebot vor, das den wirtschaftlichen Belastungen der Beschäftigten gerecht wird.
„Die Beschäftigten sorgen Tag für Tag für hochwertige Programme, verlässliche Informationen und einen funktionierenden Beitragsservice. Sie erwarten zu Recht ein Angebot, das ihrer Arbeit und den gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung trägt“, erklärt Christof Büttner, Ver.di-Verhandlungsführer.
Ver.di fordert eine Erhöhung der Gehälter einschließlich der Sonderzahlungen sowie der Honorare um 7 Prozent, bei Festangestellten mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 200 Euro pro Monat. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.
„Die fünfte Verhandlungsrunde ist ohne Ergebnis geblieben. Die Beschäftigten erwarten jetzt ein deutlich verbessertes Angebot. Mit dem 48-stündigen Warnstreik machen sie deutlich, dass ihre Geduld nicht unbegrenzt ist und sie nicht bereit sind, weitere Reallohnverluste hinzunehmen“, so Büttner weiter.
Vom Streikaufruf erfasst sind Beschäftigte des WDR und des Beitragsservices sowie freie Beschäftigte. Während des Streikzeitraums kann es zu Einschränkungen im Programmablauf sowie in der Produktion des WDR kommen.
Die Streikenden treffen sich in Köln am Mittwoch vor dem 1LIVE-Haus. ...