Ausstellungstipp / Bochum

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Die "Heilige Barbara des Ruhrgebietes": Tisa von der Schulenburg

„Die Malerin des Mitgefühls“, titelt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). „Fühlst du?“ heißt die Ausstellung von Werken der Künstlerin Tisa von der Schulenburg (1903 bis 2001).

Korrespondenz aus Gelsenkirchen
Die "Heilige Barbara des Ruhrgebietes": Tisa von der Schulenburg
(foto: Screenshot)

Eine Gräfin aus Mecklenburg. Der Vater wurde als General von Himmler zum SS-Obergruppenführer befördert, der Bruder, an der Seite von Stauffenberg, wurde wegen der Attentatsvorbereitung auf Hitler hingerichtet. Sie selber heiratete einen Juden, mit dem sie 1933 nach England ging.


Dort fing sie an, sich für die Arbeit und das Leben der Miners, also der Bergleute im englischen Kohlerevier, zu interessieren, fuhr mit ihnen untertage und stellte, was sie sah, in Bildern und Schnitzarbeiten nach. Nach dem Krieg führte die sogenannte ‚Heilige Barbara des Ruhrgebietes‘ dort ihre Arbeiten fort.


Holocaust, Flucht, Ausgrenzung und eben der Bergbau sind ihre vier großen Lebensthemen, die im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum ausgestellt sind: Die Ausstellung findet bis zum 27. September in der Zeit von Dienstag bis Sonntag, 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr statt; Kassenschluss ist um 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 15 Euro.