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CBG gegen Glyphosat-Einsatz im Nahost-Krieg: "Jetzt muss BAYER handeln!"

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren hat unter der Überschrift "CBG gegen Glyphosat-Einsatz im Nahost-Krieg: "Jetzt muss BAYER handeln!" eine aktuelle Pressemitteilung veröffentlicht. Rote Fahne News dokumentiert Auszüge.

CBG gegen Glyphosat-Einsatz im Nahost-Krieg: "Jetzt muss BAYER handeln!"
Fürchterliche Kriegswaffe: Deutsches Sperrfeuer mit Weißer-Phosphor-Munition auf alliierte Schützengräben im Ersten Weltkrieg. Vermutlich 1915 bei Ypres. (foto: gemeinfrei)

Die Europäische Union hat die Verwendung des Herbizids Glyphosat und seines Vorprodukts Phosphor als Chemiewaffen im Südlibanon und Syrien verurteilt. ...


Im Süden des Libanons nutzt die israelische Armee Glyphosat und weißen Phosphor, um das Grenzgebiet zwecks Schaffung einer „Sicherheitszone“ unbewohnbar zu machen. So dienen die Stoffe dazu, Ackerflächen zu zerstören und den LandwirtInnen auf diese Weise ihre Lebensgrundlage zu rauben. Der weiße Phosphor steckt zudem in Artilleriegeschossen, die in der Luft explodieren und als Rauch- und Brandbomben wirken. „Human Rights Watch“ dokumentierte einen solchen Angriff am 3. März in der Gegend um Yohmor, dem eine Aufforderung an die BewohnerInnen der Stadt sowie von 50 Dörfern der Umgebung vorausging, ihre Häuser zu verlassen.


Auch 2023 und 2024 hat die israelische Armee im Libanon solche Operationen durchgeführt. Für 2023 ist die Art und die Herkunft der weißen Phosphor enthaltenen Geschütze eindeutig belegt. Recherchen von Amnesty International zufolge handelte es sich um 155-mm-Artillerie-Geschosse der M825-Serie aus US-amerikanischer Produktion.


In den Vereinigten Staaten produziert einzig die BAYER-Tochter MONSANTO Phosphor und Glyphosat. Darum hat US-Präsident Donald Trump beide Substanzen in seiner Executive Order vom 18. Februar auch als systemrelevant für das Militär eingestuft und unter besonderen Schutz gestellt. „Eine zukünftige Verringerung oder die Einstellung der inländischen Produktion von elementarem Phosphor und glyphosatbasierten Herbiziden würde die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten ernsthaft gefährden“, heißt es in dem Dekret. ...


Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) fordert den Leverkusener Multi auf, dem Trump-Dekret nicht Folge zu leisten, Pestizide nur für zivile Zwecke zu fertigen und sich eindeutig zur ENMOD-Konvention und zum Chemiewaffen-Übereinkommen zu bekennen.


„BAYER hat 1914 mit Dianisidin eine der weltweit ersten Chemie-Waffen entwickelt. Es folgten weitere Kampfstoffe wie Blausäure, Lost, Sarin, Tabun. Im Kalten Krieg liefen die Forschungen weiter, und zu der chemischen Kriegsführung in Vietnam leistete  ebenfalls einen Beitrag. Es wird Zeit, dass der Konzern endlich aus der Geschichte lernt“, so Brigitte Hincha-Weisel von der CBG.

 

Hier gibt es die komplette Pressemitteilung