Italien

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Amendolara: 3.000 protestieren nach Mord an vier migrantischen Landarbeitern

Am 6. Juni versammelten sich 3.000 Menschen in Amendolara in der italienischen Region Kalabrien und protestierten gegen den brutalen Mord an vier Landarbeitern und das Caporalato-System in der italienischen Landwirtschaft. Drei Afghanen und ein Pakistani waren in ihrem Wagen lebendig angezündet worden - als Strafe, weil sie ihren ausstehenden Lohn eingefordert hatten. Der Fall in Kalabrien ist nur die Spitze des Eisbergs, sagt Fabio Ciconte, Präsident der italienischen Umwelt- und Menschenrechtsorganisation „Terra“. Ihm zufolge handelt es sich bei „Caporalato“ um ein kriminelles System der illegalen Arbeitsvermittlung und Ausbeutung von Arbeitskräften in Italien, gegen das die italienischen Behörden und Gewerkschaften aktiv vorgehen müssen. „Dieses System existiert in Italien schon seit Jahrzehnten“, sagt Ciconte. Zu der Demo hatten auch Gewerkschaften aufgerufen.