Leserbrief

Leserbrief

Vorsicht vor falschen Entwarnungen bei Klima- und Umweltkatastrophe!

Liebe Freunde, ich danke euch von Herzen für diesen ganz wichtigen Beitrag! Bei der Klima- und Umweltkatastrophe kann und darf es keine Entwarnung geben; das ist keine Panikmacherei von mir!

Von René Grießbach

Bei der Klima- und Umweltkatastrophe geht es um nicht weniger, als darum, dass - von Menschenhand hervorgerufen - die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten, so wie wir sie heute noch kennen, immer mehr zerstört werden. Und regelrecht minütlich wird diese Entwicklung vorangetrieben. Durch Kriege, durch die rücksichtslose Ausbeutung natürlicher Ressourcen und Umweltverschmutzung durch Monopole weltweit, und anderes mehr.

 

Unübersehbar viele Tiere und Pflanzen sind, durch das Handeln eines Teils der Menschheit, ausgerottet worden. Alexander von Humboldt wies darauf bereits Anfang des 19. Jahrhunderts hin und warnte eindrücklich vor den Folgen der Umweltzerstörung. Er verglich sinngemäß die Natur als Ganzes mit einem Netz: wenn ein Faden desselben kaputt ist, hat das Folgen für das Ganze. (Dass im RW "Katastrophenalarm" Humboldt maximal nebenbei erwähnt wurde, bedauere ich nach wie vor.) Wie gesagt, er schrieb das vor über 200 Jahren.

 

Auch Marx beschäftigte sich ja, ich kann gerade nicht genau sagen, wo, mit diesem Thema. Engels auf jeden Fall, zum Beispiel im "Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen". Und ich gehe davon aus, dass beide auch Humboldt studiert haben; seine Erkenntnisse in ihre Ausarbeitung des wissenschaftlichen Sozialismus einfließen ließen. Und selbst ein vor allem als Abenteuerschriftsteller bekannter Karl May hat sich mit dem Problem Umweltzerstörung und ihre Folgen immer wieder beschäftigt und das aufgezeigt.

 

In meinen Büchlein "Hör auf, hör auf, die Wälder zu zerstören - Vom Stellenwert der Natur bei Karl May" weise ich das an einigen Beispielen nach. Der Buchtitel ist aus einem Gedicht Karl Mays, um 1900 entstanden. "Hör auf, hör auf, die Wälder zu zerstören - sonst wirst mit ihnen du auch untergehn" lauten die Schlussverse des Gedichts insgesamt, und auch die Zerstörung der Wälder weltweit ist ja eine der grundlegenden Ursachen für die Entwicklung der Klima- und Umweltkatastrophe. May war kein Umweltkämpfer, werdet ihr richtigerweise sagen, aber er hat das Problem aufgezeigt, als der Umweltkampf maximal in den Kinderschuhen steckte, und seine Leserinnen und Leser, so sie seine Texte aufmerksam lasen, vielleicht dafür sensibilisieren können.