Hamm/Westfalen

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Umweltproteste: Der Kapitalismus steht immer mehr am Pranger

Am letzten Wochenende fanden in Hamm/Westf. Protestaktionen verschiedener Umweltorganisationen, darunter BUND, Ende Gelände und anderen statt. Besondere Aufmerksamkeit erlangte das Klimacamp mit dem Besuch von Greta Thunberg.

rs

Konkret richtete sich der Protest gegen die umweltzerstörenden Maßnahmen der derzeitigen Bundesregierung und gegen die Monopole, vor allem der Kraftwerksbetreiber. Die Bundesregierung plant im Sommer insgesamt 11 Gigawatt neue Kraftwerksleistung auszuschreiben. Die meisten Gaskraftwerke sollen dabei in NRW bestehen und das Gasheizkraftwerk in Hamm ausgebaut werden. Mit einem kleinen Trupp von der MLPD, ausgestattet mit Parteifahne und Plakaten, beteiligten wir uns an dem Demonstrationszug ausgehend vom Klimacamp, welches „Ende Gelände“ veranstaltet hatte.. Ein schweres Unwetter am Freitag tat der Stimmung der Aktivisten im Klimacamp aber keinen Abbruch. Auch am Samstag beteiligten wir uns an der Demonstration und machten Werbung für den Umweltpolitischen Ratschlag sowie für den notwendigen gesellschaftlsverändernden Umweltkampf. Dabei trafen wir auf eine bemerkenswerte Offenheit unter den oft jungen Leuten und nicht wenige bedankten sich bei uns für unseren Einsatz. Wir trafen auf viele internationale Teilnehmer (Belgien, Frankreich, Holland).

 

Der Demozug führte durch ein Wohngebiet und viele Schaulustige an den Fenstern winkten uns zu. In den Gesprächen wurde deutlich, wie weit mittlerweile die Kapitalismuskritik geht und wir uns da weitest gehend einig sind. Selbst der Zusammenhang zwischen Umweltzerstörung, faschistischer - und Weltkriegsgefahr ist für viele nichts abstraktes mehr. Der Kapitalismus steht immer mehr am Pranger und da stieß die die Werbung für die Umweltstrategiekonferenz auf Interesse. Wo wir in Gesprächen vertiefen konnten, was wir unter "system change" verstehen, konnte weiteres Interesse an der MLPD geweckt werden.