Leserbrief zur FIFA-WM
Sport ist ein elementares Lebensbedürfnis der Massen, wird aber als sprudelnde Profitquelle missbraucht
Nur noch wenige Tage: Dann beginnen die Spiele der FIFA-WM. Dazu schrieb ein Leser aus Attendorn:
Die Medien werden breit darüber berichten.
Wie heißt es im Buch REVOLUTIONÄRER WEG 39 "Die Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur" (Seite 154) unter der Überschrift "Die imperialistische Sportkultur als Vehikel der bürgerlichen Ideologie"? "Sport ist ein Wesenselement der allseitigen Entwicklung der menschlichen Gesellschaft und aller Individuen."
Doch der Sport wird auch als sprudelnde Profitquelle missbraucht: „Internationale Monopole beteiligen sich maßgeblich an der Ausrichtung globaler Sportereignisse. Sie nutzten ihre Beherrschung weltweit bekannter Clubs, um im zwischenimperialistischen Konkurrenzkampf ihr Image zu pflegen und ExtraProfite einzufahren. Sportsendungen im Fernsehen erreichen höchste Zuschauerquoten, vor allem bei Megaevents wie Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Führende Sportartikelhersteller haben aus dieser Begeisterung einen riesigen Weltmarkt geschaffen.“ (Seite 157)
Sportliche Aktivität ist heutzutage nicht mehr ein Privileg der herrschenden Klassen. Man muss schon blind und taub sein, wenn man leugnet, dass Sport längst ein Geschäft mit höchsten kapitalistischen Profiten geworden ist. Alles, was mit Sport zu tun hat, hat Auswirkungen auf das Denken, Fühlen und letztlich auch Handeln.
„Natürlich braucht die Jugend Vorbilder im Spitzensport. Massenmedien fördern jedoch mit dem übertriebenen Starkult eine kleinbürgerlich-karrieristische Denk- und Verhaltensweise unter den Massen. Karrierismus, Profilierungssucht und Geldgier der Profisportler werden so als normale Denk- und Verhaltensweisen verbreitet.“ (Seite 160 bis Seite 161)
Die Berichterstattung über die bevorstehende FIFA-WM wird in den Medien einen großen Raum einnehmen. Sie wird das Denken, Fühlen und Handeln mit ihrer Dauerberieselung beeinflussen.
Doch was dann?
„Über das sozialistische China Mao Zedongs brachten selbst bürgerliche Zeitschriften wie der Spiegel anerkennende Artikel: ‚Ministerpräsident Tschou En-lai steckte die neue Sportpolitik ab: Erst die Freundschaft, dann der Wettkampf. Statt wie auf der ganzen Welt um Punkte und Pokale zu kämpfen, reisen chinesische Meistermannschaften in die Provinz und bestreiten Schaukämpfe vor staunenden Bauern und Bergleuten. Die Meister des Sports knüpfen Volleyballnetze und stellen Tore selber auf, ‚um die Isolierung von den Arbeitern, Bauern und Soldaten‘ zu überwinden.‘
'Freundschaft im Wettkampf‘ ist eine wegweisende proletarische Losung und Pionierarbeit für eine dialektische Einheit von Leistungs- und Breitensport, die bis heute die sozialistische Jugendbewegung und ihre Sportereignisse inspiriert und anfeuert.“ (Seite 166)
Die zwölf Seiten (154 bis 165) der Schrift REVOLUTIONÄRER WEG 39 (RW 39/2024) sind dabei wertvoll, um einen klaren Blick zu erhalten oder (neu) zu gewinnen.
Grüße aus dem südlichen Sauerland!
Die Krise der bürgerlichen Gesellschaftswissenschaften, der Religion und der Kultur
202 Seiten
19 €