Pressemitteilung der Ratsgruppe BergAUF Bergkamen

Pressemitteilung der Ratsgruppe BergAUF Bergkamen

Sozial ist anders!

Für die Ratsgruppe BergAUF im Stadtrat von Bergkamen schreibt Claudia Schewior:

Nun liegt der neue, überarbeitete Vorschlag der Verwaltung zur Erhöhung der Kita- und OGS-Elternbeiträge vor. Auf Einladung von BergAUF wurde dies am Freitag, 29. Mai, bei einem "Stammtisch“ engagiert und sachlich diskutiert.

 

Einig waren sich alle Anwesenden, dass die Erhöhung, ob nun um 20 oder 50 Prozent, die Falschen zur Kasse bittet. Viele Argumente und Fakten kamen auf den Tisch.


Eine berufstätige Mutter von zwei Kindern berichtete von einer Freundin in Düsseldorf, die aufgrund ihres Einkommens keine Kita-Gebühren zahlen muss. Die Stadt Gelsenkirchen, sagte ein Vater, erhebt gar keine Beiträge, das findet er gut und richtig. Denn, so berichtet eine Großmutter, laut einer älteren Bertelsmann-Studie, ist der Besuch jedes Kindes im Kindergarten ein Gewinn für die Gesellschaft, auch in finanzieller Hinsicht.


In Finnland, ergänzt eine Mutter, wird deshalb auf eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung Wert gelegt, als Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge, natürlich kostenlos für alle Eltern! In Finnland sagt man: "Der Anfang ist das Wichtigste!"

 

Ja, das ist wirklich „sozial“. Aber das ganze Konzept, das die Verwaltung nun vorgelegt hat, ist alles andere als sozial! Warum geht das im reichen Deutschland angeblich nicht?


Stattdessen werden Gebühren erhoben und erhöht. Das strapaziert die Eltern, wirkliche Großverdiener müssen anders zur Kasse gebeten werden. Erhöhung der Elternbeiträge untergräbt zudem die Möglichkeit der Berufstätigkeit von Frauen weiter und fördert Spaltung zwischen Bürgergeldempfängern und Eltern, die einfach durchschnittliche Löhne und Gehälter haben.


Die Pläne der Verwaltung, welche … sachlich und detailliert vorgestellt wurden, werden von allen Anwesenden abgelehnt. Familien mit einem gemeinsamen Einkommen von 77.000 Euro müssten für 45 Stunden Betreuungsangebot zukünftig bis zu 185 Euro monatlich plus 60 Euro Essensgeld bezahlen. Gut, dass die Erhöhung auf ursprünglich 370 Euro verhindert wurde, aber auch 185 Euro sind zu hoch. Man war sich einig: Setzen wir uns dafür ein, dass wirklich jeder Mensch das Recht auf eine gute, hochwertige Bildung vom Kindergarten bis zur Hochschule hat. Frau Uyar ... wurde gebeten, den Beitragssteigerungen nicht zuzustimmen.