Italien
Sofortige Wiedereinstellung von Ciccio Collina
"Es ist eine Ungeheuerlichkeit, wenn ein Betriebsrat seinen grundsätzlichen Pflichten ernsthaft nachkommt, ihn mit Entlassung kaltzustellen", stellt der Internationale Hafenarbeitererfahrungsaustausch fest. Er schreibt weiter:
Betriebsräte sollen immer Vertraulichkeit wahren, wenn es um Angriffe auf die Beschäftigten geht. Ciccio hat dieses üble Spiel nicht mitgemacht. Dafür und für alle anderen Kollegen, die das so handhaben, gebührt unser Respekt. Wir akzeptieren nicht, dass ein Kollege, der unbestechlich an der Seite der Kollegen steht, diszipliniert wird, nur damit Logiport und Grimaldi weiter ihre unmenschlichen Arbeitsbedingungen mit zig Toten fortführen können.
Wir sind solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen von SiCobas und den Beschäftigten bei Logiport Spa. Den Kollegen, die den zweistündigen Solidaritätsstreik durchgeführt haben, dürfen für ihren berechtigten Protest keine Nachteile entstehen. Alle Entlassenen müssen zu ihren ursprünglichen Verträgen wieder eingestellt werden. Auch in anderen Hafenstädten ist die Grimaldi-Gruppe dafür bekannt, dass sie möglichst jegliche Arbeitervertretung außen vor lassen will, es sei denn, es dient ihren Profitzielen.
Das erleben wir auch in Hamburg am Unikai. Immer mehr Betriebe und Monopole setzen auf die faschistische Karte. Regierungen wie Meloni und andere Reaktionäre und Faschisten geben dafür Rückendeckung. Untrügliche Anzeichen sind die massiven Einschränkungen und die Unterdrückung gewerkschaftlicher und anderer erkämpfter demokratischer Rechte der Arbeiter. Auch deshalb zeigen wir hier klare Kante.
Sofortige Wiedereinstellung von Ciccio Collina und der bei De Luca Entlassenen!
Wer einen von uns angreift, greift alle an!