Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Kontrolle der Geheimdienste, fordert einen europäischen Geheimdienstverbund namens „Euro-Eyes“. Dieser soll über bisher vorhandene länderübergreifende Strukturen wie den „Berner Club“, ein informelles Forum europäischer Inlandsgeheimdienste, sowie das „EU Intelligence and Situation Centre“ hinausgehen. Vor allem, was die direkte aktive Zusammenarbeit und die Zugriffsmöglichkeit angeht. Laut von Notz können sich die Geheimdienste ein „rein nationalstaatliches Agieren nicht länger erlauben“¹. Im Visier hat er dabei insbesondere „unregulierte Plattformen und Messenger-Dienste“ im Internet. Interessant dabei: Während nationale Parlamente noch mit einem sogenannten „Parlamentarischen Kontrollgremium“ eine „Kontrolle“ der Geheim(!)dienste vorgaukeln, fehlt ein solches Feigenblatt auf EU-Ebene komplett.