Indien
Mumbai: Tausende Frauen organisieren 3-Tage-Sitzstreik
Am Montag versammelten sich Tausende Arbeiterinnen aus aus dem indischen Bundesstaat Maharashtra in Mumbai zu einem dreitägigen Sitzstreik. Zu den Protestierenden gehörten unter anderem Anganwadi-Mitarbeiterinnen, staatlich anerkannte Gesundheitshelferinnen (ASHA), Küchenkräfte für Schulmahlzeiten, Gruppenleiterinnen, Beschäftigte der „National Health Mission“ sowie Arbeiterinnen aus den Bereichen Bauwesen, Hausarbeit, Beedi-Herstellung, Zuckerrohranbau und Weberei. Ihre Forderungen umfassen die Anerkennung als Staatsbedienstete, einen monatlichen Mindestlohn von 30.000 Rupien (313 US-Dollar), Zugang zu Vorsorgefonds und staatlicher Krankenversicherung (ESI) sowie Renten- und Abfindungszahlungen; zudem forderten sie Maßnahmen gegen die Inflation und die Rücknahme der vier von der Modi-Regierung eingeführten Arbeitsgesetze. Organisiert wurde der Protest von der Gewerkschaft CITU. Viele dieser Frauen spielen eine entscheidende Rolle in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Ernährung und frühkindliche Bildung im ländlichen Indien; dennoch gelten sie offiziell als Freiwillige und erhalten lediglich bescheidene Honorare statt regulärer Gehälter.