Opel

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Ist uns der deutsche Kapitalist näher als unser syrischer Kollege?

Der folgende Artikel der Redaktion Bochum Zentrallager 1 ist in der aktuellen Ausgabe der gemeinsamen Zeitung von Kollegen für Kollegen aller Opel-Werke und Zulieferer in Deutschland, „Der Blitz“, erschienen.

Aus der Kollegenzeitung „Der Blitz“

Neulich im Gespräch haut der Kollege raus: „Die ganze Bundesregierung ist echt für’n A… Die tun überhaupt nichts für uns Deutsche!“ Was macht man mit so einer Aussage?


Ich würde ja nie eine Bundesregierung verteidigen, die uns die Renten kürzen und den Acht-Stunden-Tag kaputtmachen will. Also einfach nicken, auf die Regierung schimpfen und zu den Widersprüchen den Mund halten? Nein.


Dass der Kollege einen Hass auf die Regierung hat, ist voll verständlich. Aber die Hetze der AfD hat ihn so verwirrt, dass er seinen Klassenstandpunkt als Arbeiter verlässt und vergisst, wer er eigentlich ist!


Merz und Klingbeil tun ja alles dafür, dass deutsche Konzerne wie VW, E.ON und Vonovia uns jeden Tag mehr ausnehmen. Muss der Kollege dann nicht sagen: „Die tun überhaupt nichts für uns Arbeiter“? Klar!

 

Aber unsere syrischen und afghanischen Kollegen sind auch Arbeiter und von den Angriffen genauso betroffen wie wir. Und wenn wir uns wehren wollen, dann geht das nur gemeinsam mit ihnen. Machen wir konsequent Schluss mit der Verwirrung durch Arbeiterfeinde wie die AfD: Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Nationen und Standorten, sondern zwischen oben und unten – zwischen Kapitalisten und Arbeitern!