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Betriebsräte sollten nicht ganz freigestellt werden

Im Rote-Fahne-Magazin 8/2026 wurde ein viel beachteter Artikel zu einem fortschrittlichen Betriebsverfassungsgesetz veröffentlicht, in den folgenden Nummern gab es etliche Leserbriefe dazu.

Zuschrift

Hier der Artikel im Rote-Fahne-Magazin: "Zur Diskussion gestellt: Fortschrittliches Betriebsverfassungsgesetz"

 

Ein Kollege der Automobilarbeiterkoordinierung Düsseldorf (IAC Düsseldorf & friends) hat seine Gedanken dazu zur Veröffentlichung an Rote Fahne News geschickt:

 

Eine Kernfrage ist, dass wir grundsätzlich darauf hinwirken müssen, dass Betriebsräte nicht ganz freigestellt werden, sondern mindestens einen Tag in der Woche weiter arbeiten. Das berührt doch die Frage, ob man als Betriebsrat auch den Auswirkungen aller Beschlüsse von Werkleitung und Betriebsrat konkret ausgesetzt ist. Das macht etwas in der Denkweise mit einem. Oder ob man freigestellt wird und durch die fehlende auch körperlich schwere Arbeit bei einem die Entfremdung von der Belegschaft und den Klasseninteressen gefördert wird.

 

Wenn die Monopolmanager eine Arbeitszeitverlängerung auf 40 Stunden die Woche fordern, wenn plus Samstagssonderschichten das auf 47 Stunden die Woche anwächst - wie verhält man sich dann als Betriebsrat? 

 

Jeder Arbeiter kann die Denkweise der Betriebsräte erkennen: Wenn der BR dem zustimmt, und Freitags mittags schon ins Wochenende sich verabschiedet, sie nicht auf Spätschichten und Sonderschichten oder Nachtschichten zu finden sind, dann haben sie dem zugestimmt und in ihrem Kopf sich selbst von den praktischen Auswirkungen rausgenommen.

 

Deshalb sollte jeder einen Teil weiterarbeiten müssen.