Stellantis / Opel

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Auftragslage immer mehr im Keller: Was ist da los?

Der folgende Artikel der Redaktion Bochum Zentrallager 1 ist in der gemeinsamen Zeitung von Kollegen für Kollegen aller Opel-Werke und Zulieferer in Deutschland, „Der Blitz“, erschienen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:

Aus der Kollegenzeitung „Der Blitz“

Seit Monaten gehen die Aufträge immer weiter in den Keller. Immer öfter zeigt das Terminal „Kein Job verfügbar“. Kollektive Freischichten werden verordnet, Leiharbeiter werden tageweise in Zwangsurlaub geschickt. Viele machen sich Sorgen, auch angesichts der Angriffe von Stellantis. Zu Recht!

 

Die Auftragslage hat verschiedene Gründe: Einführung von Distrigo vor Jahren, Qualitätsprobleme dank „Click“-Chaos, Auslaufen der GM-Teile, Einbruch des Automobilmarktes insgesamt.

 

Völlig falsch war es, dass unsere Arbeitszeit verlängert wurde, dazu noch ohne Lohnausgleich: Wer Arbeitsplätze erhalten will, muss die Arbeit auf MEHR Schultern verteilen. Der „Zukunftstarifvertrag“ soll uns in Sicherheit wiegen: Längst könnte Stellantis / Opel die „Katastrophen-Klausel“ ziehen. Bis dahin zahlen wir drauf!


Auf keinen Fall dürfen wir uns in die Konkurrenz zu unseren Kollegen in den Zentrallagern Vesoul und Rivalta treiben lassen, um Aufträge nach Bochum zu ziehen – oder umgekehrt.

 

Wir Arbeiter können die Krisen im Kapitalismus nicht lösen; Krisen sind im Kapitalismus gesetzmäßig. Immer mehr produzieren und immer mehr ausbeuten, das funktioniert nicht. Was wir machen können und müssen, ist, zusammen mit den Kollegen im Stellantis-Konzern den Kampf für unsere Arbeiterinteressen zu führen.


Für Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, für den Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, letztlich auch für eine sozialistische Gesellschaft ohne kapitalistische Ausbeutung!