Erklärung des Bloque Popular
Antifaschistischer Aufruf zur Stichwahl in Peru am Sonntag
Am morgigen Sonntag wird in Peru ein neuer Präsident gewählt. In der Stichwahl sind die ultrareaktionäre Keiko Fujimori (die beim ersten Wahlgang 17 % bekommen hat) und der links orientierte Kandidat Roberto Sánchez (12%), seine Bewegung heißt "Juntos Por el Perú" (Zusammen für Peru).
Keiko Fujimori tritt in die Fußsstapfen ihres faschistoiden Vaters, Alberto Fujimori, der zehn Jahre lang bis 2000 mit brutaler Unterdrückung regierte. Der Bloque Popular aus Peru, Mitglied der revolutionären Weltorganisation ICOR, schreibt in einer Erklärung:
Am kommenden Sonntag, dem 7. Juni 2026, findet die Stichwahl des nächsten Präsidenten Perus für die Amtszeit 2026 bis 2031 statt.
Vor diesem Hintergrund hat die Nationale Delegiertenversammlung des Bloque Popular Folgendes beschlossen: Die Wahl von Juntos por el Peru zu unterstützen und für Roberto Sánchez als nächsten verfassungsmäßigen Präsidenten der Republik zu stimmen
Warum nicht für Keiko Fujimoro stimmen?
- Der Fujimorismus steht für die Vertiefung des neoliberalen kapitalistischen Modells und dessen Krisen. Er steht für Deindustrialisierung und Rückständigkeit im Rahmen einer Wirtschaft, die vom Export von Rohstoffen abhängig ist. Das Volk drückt es so aus: Wir verkaufen nur Steine.
- Der Fujimorismus steht für größte Ungleichheit und soziale Polarisierung. Die Mehrheit der verarmten Peruaner lebt in den Vororten der Städte (76 %). Für sie gibt es keine Wohnungsbauprogramme, während der Staat das Bildungs- und Gesundheitswesen privatisiert.
- Der Fujimorismus steht für die Faschisierung des Landes. Die aktuelle Verfassung ist nicht mehr dieselbe. Der Fujimorismus und der reaktionäre Flügel des Parlaments haben sie 65 Mal geändert.
- Die Politik der Unsicherheit der Bürger und der Korruption, die der Fujimorismus vorantreibt, ist Teil der Strategie der Machtgruppen gegen Aufständische in den Ländern Lateinamerikas. Deshalb erschweren die pro-kriminellen Gesetze die Ermittlung und/oder Festnahme krimineller Organisationen und schützen korrupte Politiker. Die Zunahme der allgemeinen Kriminalität, der Auftragsmorde und der Erpressung, vor allem in den Armenvierteln, ist Teil der Strategie, Chaos und Gewalt zu säen, die Bürger einzuschüchtern und zu isolieren, um sich anschließend als Garant für Ordnung und Sicherheit zu präsentieren.
Warum für Roberto Sanchez stimmen?
Heute ist der Hauptfeind der arbeitenden Bevölkerung der Fujimorismus. Durch die Faschisierung des Landes wollen der Fujimorismus und die herrschenden Kreise die Krise des neoliberalen Kapitalismus aufrechterhalten und den Volksprotest unterdrücken. Dieser Prozess ist bereits im Gange. Deshalb bedeutet eine Stimme für den Fujimorismus, zur Festigung der Faschisierung des Landes und zur Errichtung einer langfristigen Diktatur beizutragen. Und im aktuellen Wahlkontext bedeutet der Sieg des Fujimorismus die Festigung der Faschisierung des Landes, um die Krise des neoliberalen Kapitalismus aufrechtzuerhalten und den Volksprotest zu unterdrücken. Für die Arbeiterklasse und das arbeitende Volk hingegen bedeutet der Sieg von Juntos por el Perú-JP bessere Bedingungen, um den Massenkampf für die dringendsten Forderungen fortzusetzen und sich gleichzeitig ideologisch, politisch und organisatorisch auf die entscheidenden Schlachten im Kampf für eine andere Zukunft, eine sozialistische Zukunft, vorzubereiten. Zu diesen Bedingungen gehören vor allem die Gedanken-, Organisations- und soziale Handlungsfreiheit der Massen.
- FÜR DIE AUFHEBUNG DER PRO-KRIMINALITÄTSGESETZE!
- FÜR EINE EINHEITLICHE FRONT, DIE DIE BÜRGERLICHEN FREIHEITEN UND DEMOKRATISCHEN RECHTE VERTEIDIGT, DIE AUCH GEGEN DIE REAKTION UND DEN FASCHISMUS KÄMPFEN!!
- FÜR EIN NOTPROGRAMM MIT DEMOKRATIE
- FÜR DAS ARBEITERVOLK UND DIE VERTEIDIGUNG DES WOHLSTANDS DES VOLKES, DER VOLKSWIRTSCHAFT, DER UMWELT UND DER NATIONALEN SOUVERÄNITÄT!
- SONNTAG, 7. JUNI 2026: WÄHLT J.P.!!
Lima-Peru, 3. Juni 2026, E. MARTEL, POLITISCHER VERANTWORTLICHER, BPD-PERU