Betriebsratswahlen im Dienstleistungsbereich

Betriebsratswahlen im Dienstleistungsbereich

ver.di stärkste Kraft

Vom 1. März bis einschließlich 31. Mai 2026 haben bundesweit Beschäftigte an den Betriebsratswahlen teilgenommen. Laut ersten Zwischenergebnissen konnte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre Position als stärkste Kraft im Dienstleistungssektor erfolgreich verteidigen.

ver.di überzeugte dabei nach einer Analyse des Bundesvorstands nicht nur in den klassischen Hochburgen, sondern auch in Betrieben, in denen die Gewerkschaft bislang einen schweren Stand hatte. Hervorzuheben sind zwei große Wahlerfolge in Standorten von Amazon: Am Standort Amazon Mönchengladbach wurde erstmalig eine ver.di-Liste eingereicht. Nach wochenlangem intensivem Wahlkampf ist es den Kolleginnen und Kollegen dort gelungen, mit 10 von 21 Sitzen die mit Abstand größte Fraktion zu bilden. Folgerichtig gingen auch der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz an die ver.di-Liste. Auch am Amazon-Standort Frankenthal gab es zum ersten Mal eine ver.di-Liste. Sie gewann zwölf der 19 Sitze und konnte damit die deutliche Mehrheit auf sich vereinen. 

 

Die Durchbrüche bei Amazon reihen sich ein in eine ganze Reihe von Erfolgen, die ver.di bei den aktuellen Betriebsratswahlen erringen konnte. So erreichet ver.di bei der Deutschen Telekom AG 85 Prozent und bei der Deutschen Post AG 84 Prozent der zur Verfügung stehenden Betriebsratsmandate. Weitere beachtliche Wahlerfolge gab es bei der Lufthansa Group, bei enercity, bei der Üstra, beim Süddeutschen Verlag, bei Tik Tok Germany am Standort Berlin und beim Helios Klinikum Krefeld.

 

Besonders hervorzuheben ist laut Christoph Meister vom ver.di-Vorstand, dass im Dienstleistungsbereich keine faschistoiden und faschistischen Kräfte in die Betriebsräte eingezogen sind.

 

Eine Auswahl an Wahlergebnissen des Jahres 2026 ist hier zu sehen