"Pacto Histórico"

"Pacto Histórico"

Polarisierte Präsidentschaftswahlen in Kolumbien

Heute finden in Kolumbien Präsidentschaftswahlen in einer zugespitzten gesellschaftlichen Polarisierung statt.

Korrespondenz
Polarisierte Präsidentschaftswahlen in Kolumbien

Vor vier Jahren wurde erstmals ein linker Kandidat in Kolumbien Präsident: Gustavo Petro. Da die Verfassung ein unmittelbare erneute Kandidatur verbietet, tritt er nicht wieder an. Für den linken "Pacto Histórico" kandidiert Ivan Cepeda, ein fortschrittlicher Menschenrechtsanwalt. Seine Kandidatur wird auch von der ICOR-Partei PCCM unterstützt.

 

Das schließt eine kritische Haltung zu reformistischen und auf den bürgerlichen Parlamentarismus gerichtete Positionen im "Pacto Histórico" ein. Cepeda liegt bei den Umfragen vorn. An zweiter Stelle steht aber ein extrem reaktionärer faschistischer Kandidat, Abelardo de la Espriella. Er will mit offener Gewalt "Ordnung" schaffen, sein Vorbild sind die menschenverachtenden Methoden des Präsidenten Nagib Bukdele von El Salvador. An dritter Stelle kandidiert Paloma Valencia, die als "gemäßigt rechts" gilt, allerdings dem faschistoiden Kurs des früheren Präsidenten Uribe folgt.

 

Fortschrittliche Kräfte im Bündnis mit dem Kandidaten des Pacto Histórico führten einen intensiven Wahlkampf, um die antifaschistische Einheit aufzubauen. Sie hoffen, einen Erfolg für Cepeda im ersten Wahlgang zu erreichen, da bei einer Stichwahl (Ende Juni) die Rechten ihre Kräfte bündeln werden. Rote Fahne News wird weiter berichten.

 

Siehe auch: Martha Alfonso kandidiert in Kolumbien für den Senat