Filmtipp

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Kino: „Palästina 36“ angelaufen

In den Kinos ist der Film "Palästina 36" über den Aufstand gegen die britische Kolonialmacht angelaufen.

Korrespondenz aus Wuppertal
Kino: „Palästina 36“ angelaufen
Ausschnutt des Filmplakats (foto: Screenshot)

Der palästinensischen Filmemacherin Annemarie Jacir ist eine eindrucksvolle Darstellung des ersten palästinensischen Aufstands von 1936 bis 1939 gelungen. Er richtete sich hauptsächlich gegen die britische Kolonialmacht. Um ihre Herrschaft aufrechtzuerhalten, siedelte sie Tausende Zionisten an und vertrieb die palästinensischen Bauern mit brutalen Methoden. 


Jacir zeigt, wie der Widerstand beginnt. Die Menschen schließen sich zusammen und unterstützen sich solidarisch gegen den Imperialismus. Sie nehmen den Kampf auf. Die Briten wenden neben der brutalen Gewalt auch Betrugsmethoden an, wie Verhandlungen mit haltlosen Versprechungen und die Gründung einer kollaborationistischen Gegengruppe. Die wird mit Bestechung von Palästinensern aufgebaut und hat keinen anderen Zweck, als den Widerstand zu spalten. Es gibt auch reiche arabische Leute, denen der profitable Handel wichtiger ist als der Freiheitskampf.

 

Wie sich die Bilder gleichen! Das heutige faschistische Netanjahu-Regime in Israel wendet ebenfalls Methoden wie Landraub, Abbrennen der Felder, Ermordung zur Einschüchterung der Bevölkerung etc. an.

 

Der Aufstand war nicht erfolgreich. Aber er leitete den Niedergang der britischen Kolonialmacht ein. Und er war der Start des bis heute anhaltenden Kampfs des palästinensischen Volkes, der weltweit größte Achtung hat. Sinnbild ist die Schlussszene: Ein Mädchen, eine der Hauptfiguren, bleibt nicht passiv stehen, sondern läuft, rennt, geht vorwärts.