Rentendiskussion

Rentendiskussion

„Hunde, wollt ihr ewig leben?“

Dieser Spruch wird Friedrich dem Großen zugeschrieben, der seinen Soldaten „Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?“zugerufen haben soll, die in einer Schlacht bei Kolin 1757 vor dem Feinde fliehen wollten. Dieses Zitat lässt sich sinngemäß auch auf die heutige Rentendiskussion anwenden.

Leserbrief von Ulrich Achenbach

Die sog. „Expertengruppe“ für eine „Reform“ der Rente soll offenbar ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren und eine Absenkung auf 46 Prozent des durchschnittlichen Einkommens nach 45 Beitragsjahren (jetzt 48 ) empfehlen. (Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, lgi; aktualisiert am 21. Mai 2026, 9:54 Uhr.) Die Bundesregierung befürchtet völlig zu Recht erheblichen Protest und Widerstand aus der Bevölkerung und ist vermutlich zu feige, diesen geplanten Abgriff auf die Sozialleistungen direkt zu verkünden und setzt dafür diese Expertengruppe ein.

 

Der Expertenbericht sieht vor, dass das Renteneintrittsalter Anfang der 2040er-Jahre auf 68 und Anfang der 2050er-Jahre auf 69 steige solle und dann zehn Jahre später erneut um ein Jahr erhöht werden solle. Zur Stabilisierung der Rentenfinanzen will das Gremium aus 13 Personen außerdem das Rentenniveau bis auf 46 Prozent absenken. Aktuell sind es 48 Prozent. Zynisch spricht die Bundesregierung von einer Spekulation, da das von SPD-Co-Chefin Bärbel Bas geführte Arbeitsministerium verhalten auf diese Pläne reagierte: Es sind noch keine Beschlüsse der Kommission gefasst worden und das Bundesarbeitsministerium kommentiere keine vermeintlichen Zwischenstände, hieß es.

 

Gegen diesen Angriff auf die Rente muss entschieden gekämpft werden!