Mindestens 220 Todesopfer
Ebola – eine vermeidbare Gesundheitskatastrophe!
Seit dem 15. Mai ist bekannt, dass im Kongo das Ebola-Virus ausgebrochen ist. Es handelt sich um die seltene Bundibugyo-Variante, gegen die es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie gibt.
Bisher wurden laut der Weltgesundheitsorganisation WHO fast 1.000 Verdachtsfälle und mindestens 220 Tote registriert. Sie schätzt, dass das Virus bereits vier bis acht Wochen grassieren konnte. Das wäre vermeidbar gewesen!
Der Ausbruch begann in der Provinz Ituri. Sie zählt zu den goldreichsten Regionen der Welt. Internationale Konzerne wie die südafrikanische Anglogold Ashanti Ltd und Barrick Gold sowie chinesische Firmen betreiben dort Goldabbau. Demokratische Rechte, Menschenrechte, Arbeiterrechte? - Fehlanzeige! Mit Zwangsräumungen wurden die Menschen vertrieben, arbeiten unter erbärmlichen Bedingungen. Der Kongo zählt zu den Ländern weltweit, die die meisten Binnenflüchtlinge haben. Bewaffnete Milizen, wie die M23/AFC-Milizen sind tief verstrickt im illegalen Handel mit Coltan, organisieren ihn über Ruanda und finden in China begeisterte Abnehmer. Die Hintermänner bleiben im Dunkeln.
Im Kampf um die seltenen Rohstoffe ist Afrika ein besonderer Zankapfel aller imperialistischen Länder. Mehr als 20 afrikanische Länder fallen in die vom Internationalen Währungsfonds definierte Kategorie “rohstoffreich”.
Die humanitäre Situation ist katastrophal. Es fehlt an Allem: Nahrung, Unterkünfte, medizinische Versorgung. Die Menschen leben auf engstem Raum und haben noch nicht mal Seife. Was bisher an Material und Hilfe kommt, ist viel zu wenig. Das Gesundheitssystem im Kongo ist chronisch unterfinanziert und kann die einfachsten Dinge nicht lösen. Das wurde durch die massiven Kürzungen in der internationalen Entwicklungshilfe und vor allem der USAID durch den faschistischen US-Präsidenten Donald Trump. Auch Deutschland hat seine Entwicklungshilfe um mehr als die Hälfte gekürzt, was auch Auswirkung auf den Kongo hatte. Ein Arzt berichtet, dass z. B. in einer Gesundheitszone mit 20 Gesundheitszentren durch die Kürzungen nur noch fünf oder sechs von ihnen funktionsfähig sind.
Laut UNO waren im März 2025 307 Millionen Menschen auf humanitäre Nothilfe angewiesen. Die Zahlen wachsen weiter. Imperialistische Länder halten die Länder des afrikanischen Kontinents in neokolonialer Abhängigkeit und plündern sie aus. Anfang der 1960er Jahre wurden auf dem afrikanischen Kontinent ausreichend Nahrungsmittel produziert, um die Bevölkerung zu ernähren. Mit der neokolonialistischen Abhängigkeit wurde diese Entwicklung zerstört, Hunger und Krankheit breiteten sich aus. Die Entwicklungshilfe der Imperialisten ist ebenfalls ein Instrument des Neokolonialismus. Und jetzt wird selbst diese noch brutal gekürzt und zusammengestrichen,
China ist ein besonderer “Entwicklungshelfer”: hunderte Milliarden werden u.a auch in Afrika als Entwicklungshilfe investiert für Infrastruktur usw., um die Rohstoffe besser auszubeuten und die betroffenen Länder in eine noch größere Abhängigkeit zu zwingen. All das verkauft es unter dem Namen seines Projekts “Seidenstraße”.
Der Kampf um die medizinische Versorgung und besonders auch die Prävention ist ein Kampf gegen die neokoloniale Abhängigkeit. Entsprechend gäbe es z. B. medizinische Labore vor Ort, damit man eine Probe nicht 1000 Kilometer durch den Kongo transportieren muss, um eine Analyse zu machen. Dann würde die Gesundheitsvorsorge vor Ort ausgebaut, um den Schutz, die Aufklärung und Versorgung der Menschen zu garantieren. Dann ist ein schnelles und wirksames Erkennen und bekämpfen solcher Virenausbrüche möglich. Dann können sich die abhängigen Länder von der imperialistischen Ausbeutung und Unterdrückung befreien. Dann kann die Menschheit ein freies Denken entwickeln, das sich nicht den kapitalistischen Gesetzmäßigkeiten unterordnet und wird in der Lage sein, auch solche katastrophalen Zustände zu überwinden. Dann geht es nicht mehr um "Entwicklungshilfe", sondern um die internationale sozialistische Revolution.
In den vereinigten sozialistischen Staaten der Welt wird Schluss gemacht mit Abhängigkeit inklusive imperialistischer Entwicklungshilfe. Die Völker wirtschaften und tauschen sich aus zum gegenseitigen Nutzen im Geist des proletarischen Internationalismus.