FESTO
Generalangriff auf 1300 Arbeitsplätze in Deutschland: Damit dürfen sie nicht durchkommen!
Am 8. Mai kam die überfallartige Ankündigung: 1300 Stellen sollen in Deutschland „möglichst“ ohne Kündigungen „sozialverträglich“ vernichtet werden. Was soll daran „sozialverträglich“ sein, wenn bis zu 1300 Familien die Existenzgrundlage genommen wird und die Arbeitsplätze für die Jugend weg sind?
FESTO gibt sich nicht mal die Mühe, das irgendwie krisenmäßig oder mit Verlusten zu begründen. Provokativ wird trotz „solidem Geschäftsergebnis“ die massive Arbeitsplatzvernichtung angekündigt. Man will im erbitterten Weltwirtschaftskrieg um die Nr.1 eben weiter nach Asien und Indien verlagern. Da sind die Arbeitsplätze in Deutschland eben „Kollateralschäden“. Letztlich geht der kapitalistische Profit über Leichen, denn aus dem Kampf um Märkte und Macht entstehen Kriege. Auf der vorhergehenden Betriebsversammlung kein Wort von Stellenstreichungen, damit es nicht gleich Protest gibt. FESTO verkündet, der Konzern handele aus eine „Position der Stärke“ heraus. Das wird sich aber erst noch zeigen, wer die stärkere Position hat. Die Kolleginnen und Kollegen in den beiden Werken im Landkreis Esslingen sind jedenfalls hell empört und mehrheitlich bereit, um die Arbeitsplätze zu kämpfen.
Jeder macht sich natürlich erst mal selber Sorgen und ist geschockt. Aber es hilft ja nicht, nur zu hoffen, dass es einen nicht betrifft. Das sind wir auch der Jugend schuldig. Jetzt kommt es darauf an, massenhaft die IG Metall zu stärken und konkrete Kampfschritte zu überlegen.
Schon haben sich eine Reihe IG Metall-Betriebsratsvorsitzende aus dem Landkreis öffentlich solidarisiert und zum Kampf um jeden Arbeitsplatz aufgerufen. Denn die Arbeitsplatzvernichtung betrifft ja nicht nur FESTO, siehe Bosch in Leinfelden, siehe Pilz und TK Elevators. Kein Kampf darf alleine stehen. Die Arbeiter müssen in die Offensive kommen, auch durch vorwärtstreibende Forderungen wie die nach der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.
Eine Demonstration ist im Gespräch, um Flagge zu zeigen und Solidarität zu organisieren. Wer kämpft, bekommt Solidarität. Letztlich wird nur Streik helfen. Wir von der MLPD beraten und helfen mit, den Kampf zu organisieren. Gib dir einen Ruck, mach bei uns mit und werde Mitglied!
Die Abbaupläne müssen vom Tisch!
Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze bei FESTO!
Hier gehts zu weiteren Hintergründen und der SOLIDARITÄTSERKLÄRUNG der MLPD