Raketenabwehrsysteme, Panzer und Drohnen

Raketenabwehrsysteme, Panzer und Drohnen

Die Waffenbrüderschaft von Deutschland und Israel

Bei all den Reden über die Staatsräson, darf man nicht übersehen, dass der deutsche Imperialismus schlicht auch aus wirtschaftlichen und militärischen Interessen eng mit dem israelischen Regime zusammenarbeitet.

Von ro

Der Leopard 2-Panzer und viele weitere Fahrzeuge sind mit einem Raketenabwehrsystem aus israelischer Entwicklung ausgestattet, das von einem gemeinsamen Rüstungsunternehmen EuroTrophy in Deutschland produziert wird. "Deutschland profitiert von den Kriegserfahrungen der israelischen Armee", stellt der Deutschlandfunk fest.

 

Makaber! Denn was sind das für Erfahrungen? Das sind die Erfahrungen, wie man völkerrechtswidrig besetztes Land militärisch sichert, einen Völkermord in Gaza begeht und andere Länder mit Angriffskriegen überzieht. Der ehemalige Bundeswehr-Oberst Ralf Thiele ist dagegen ganz angetan. "Im Grunde entdecken wir jetzt jede Menge Schätze in Israel" für die Aufrüstung der Bundeswehr in der "Zeitenwende". Er schwärmt über die Drohnen: "Es ist unfassbar, wie gut und vielseitig die Israelis damit ausgerüstet sind. Und bei uns wollen alle auch davon profitieren."

 

Also keine Kritik daran, dass die Bevölkerung im Westjordanland und in Gaza Tag und Nacht die Drohnen über sich hört, nie weiß, wann und wo sie als nächstes eine Rakete abfeuert, und ob man den morgigen Tag noch erlebt. Natürlich müssen wir weiterhin die Waffenlieferungen Deutschlands an Israel kritisieren. Aber wir müssen genauso ins Visier nehmen, dass die Bundesregierung bei ihrer Aufrüstung gierig die Erfahrungen des israelischen Militärs nutzt, sie bewundert und davon lernen will. Der deutsche Imperialismus steht in Waffenbrüderschaft mit dem israelischen Imperialismus.

 

Quelle: Deutschlandfunk - Rüstungskooperation