Pressemitteilung der Montagsdemonstration Gelsenkirchen

Pressemitteilung der Montagsdemonstration Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Von "Gas-Gerd" und "E.ON-Kathi"

Die Montagsdemonstration, die am vergangenen Montag, 11. Mai, auf dem Preuteplatz in der Gelsenkirchener City stattfand, stand unter dem Thema „Aufstehen gegen die Abwälzung der Kriegs- und Krisenlasten!“ Zwischen 40 und 50 feste Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich eingefunden. Immer wieder blieben Passantinnen und Passanten stehen.

Den Reigen eröffneten Dr. Willi Mast und Jan Specht für das überparteiliche Kommunalwahlbündnis AUF Gelsenkirchen. Sie betonten unter anderem, dass die ärmste Stadt Deutschlands irgendwann unter Zwangsverwaltung gestellt werden könnte. Das hätte zur Folge, dass die Stadtspitze selber keine Weisungsbefugnis mehr über Ausgaben, Projekte und Gelder hätte, sondern dass ab dann alles aus Münster entschieden würde. Während Milliarden für Rüstungskonzerne ausgegeben werden, fehlt es Gelsenkirchen mittlerweile am Nötigsten.

 

Eine Gewerkschafterin von Ver. di berichtete über die angespannte Lage in den städtischen Kindertagesstätten.


Lisa Gärtner für die MLPD machte explizit deutlich, warum die im Kapitalismus herrschenden Monopole den Maximalprofit abgreifen, während kommunale Kassen immer weniger Geld zur Verfügung haben. Ergebnis: Die Folgen werden auf die Massen abgewälzt.

 

Eine Montagsdemonstrantin aus Bochum machte das an einem Beispiel deutlich: Man gibt doch auch einem schwer Drogenabhängigen nicht immer neue Drogen, in der Hoffnung, dass es ihm damit besser geht. Man bringt ihn damit um. Genauso holen die herrschenden Monopole auf ihrer Jagd nach Maximalprofit alles nur Erdenkliche aus den Massen heraus. Im sterbenden Kapitalismus gehen sie, die Welt und die Menschheit damit unter. Das darf nicht passieren!


Die Macht der Monopole, die die Kriegs- und Krisenlasten auf die Massen abwälzen, wäre nicht möglich ohne die sie vertretenden Politiker.

 

Mehrfach fielen hier die Namen „Gas-Gerd“ (der ehemalige "Genosse der Bosse", Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), und seine guten Connections zu Russlands Machthaber Wladimir Putin und russischen Gaskonzernen) und „E.ON-Kathi“ (Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die als ehemalige Lobbyistin beste Kontakte zu den Energiemonopolen hat und sich von diesen auch ihre Regierungspolitik diktieren lässt).

 

Marlies Schumann von der Solidaritäts- und Hilfsorganisation Solidarität International (SI) lud alle Beteiligten zur Palästina-Mahnwache ein, die immer samstags ab 14 Uhr auf dem Preuteplatz stattfindet. Vergangenen Samstag legte Gelsenkirchen wiederholt Ehre ein: Über 320 Euro an Spenden kamen für den Wiederaufbau des Krankenhauses Al-Awda in Gaza zusammen.


Celina Jacobs vom Jugendverband REBELL aus Gelsenkirchen lud herzlich zum 22. Internationalen Pfingstjugendtreffen ein, das vom 22. bis 24. Mai 2026 im Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen stattfinden wird. (Mehr dazu hier!)

 

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen sich auf die kommende Montagsdemo, die am 8. Juni auf dem Preuteplatz stattfinden wird: Es wird die 800. Gelsenkirchner Montagsdemonstration sein. Natürlich fand am 11. Mai auch der Aufstieg von Schalke 04 in die erste Fußball-Bundesliga gebührende Erwähnung.