Bremen

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Schulstreik: "Wir sterben nicht in euren Kriegen!“, "Jugend, Zukunft, Sozialismus!"

Über 500 Menschen, vorwiegend Schülerinnen und Schüler, zogen am 12. Mai fast drei Stunden lang gegen die Wehrpflicht durch Bremen. Am 8. Mai, als in den meisten anderen Städten Schulstreik war, mussten einige noch ihre Abiklausuren schreiben.

Korrespondenz

"Nie wieder Wehrpflicht!", "Wir sterben nicht in euren Kriegen!“, „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft!" und "Jugend, Zukunft, Sozialismus!" waren die am meisten gerufenen Parolen. Vereinzelt war auch "Free, free Palestine!“ zu hören. Bei der Auftaktkundgebung erinnerte eine Vertreterin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA) an den Kampf gegen die Wiederbewaffnung und an die Ermordung Philipp Müllers durch Polizeikugeln, am 11. Mai 1952 in Essen (mehr dazu hier).


REBELL und MLPD beteiligten sich mit Fahne und Plakat "Jugend braucht Zukunft – Nein zur Militarisierung" und "Stoppt den Völkermord in Gaza". Flyer, REBELL- und Rote Fahne-Magazine fanden Abnehmerinnen und Abnehmer, und es wurden Kontakte geknüpft.

 


Es waren zwar weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer als am 5. März (damals ca. 1000). Die Stimmung war aber sehr kämpferisch und antikapitalistisch.

Nach der Demo am 5. März hatte sich das faschistoide "Bündnis Deutschland" in einer Anfrage an den Senat über die Teilnahme von MLPD und REBELL beschwert. Der Senat hatte darauf wie folgt geantwortet:


„... Dem Senat ist weiterhin bekannt, dass sich an der Demonstration 'Schulstreik gegen Wehrpflicht' am 5. März 2026 linksextremistische Parteien und Gruppierungen beteiligt haben, darunter die 'Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands' (MLPD) und deren Jugendverband 'Rebell', die 'Revolutionäre Kommunistische Partei' (RKP) sowie die 'Kämpfende Jugend' (KJ). (…) Die Demonstration zeigt, dass Linksextremist:innen aktiv versuchen, sich in die aktuelle Debatte um die Wehrpflicht einzubringen. Ihr vermutliches Ziel ist es, den legitimen, demokratischen Protest zu radikalisieren und neue, insbesondere junge Anhänger:innen für ihre verfassungsfeindlichen Positionen zu gewinnen. Die Aufklärung über diese Ziele und das Vorgehen von Linksextremist:innen ist von entscheidender Bedeutung….“

 

Da machen sich die Herrschaften von SPD, Grünen und Linken aber richtig Sorgen! Aber leider, leider entscheiden die jugendlichen Demoteilnehmer selber, für welche Ziele sie kämpfen und wen sie als Berater wählen. Und das sind nicht die Bundeswehroffiziere, die in die Schulen kommen... .