Jugend
Schulstreik im schwäbischen Ravensburg
Laut, selbstbewusst, optimistisch: Am vergangenen Freitag versammelten sich bis zu 130 Menschen am Ravensburger Gespinstmarkt. Das waren etwas mehr als beim letzten Aktionstag, darunter aber vor allem deutlich mehr Schülerinnen und Schüler.
Mit Parolen wie „Nie, nie, nie wieder Wehrpflicht“ und „Hoch die internationale Solidarität“ machten sie unübersehbar klar, dass sie nicht in einem Krieg verheizt werden wollen. Es folgten vielfältige Redebeiträge gegen den „Nationalen Veteranentag“ am 15. Juni von Pax Christi, zur Aufdeckung der Kriegsvorbereitung im Gesundheitswesen von PUK Ravensburg, Grußworte der Linksjugend und der Grünen Jugend sowie ein Beitrag des Jugendverbands REBELL. Dieser ging auf die imperialistischen Hintergründe der Weltkriegsgefahr ein und sprach sich dafür aus, den Tag für die Diskussion um eine gesellschaftliche Perspektive des Sozialismus zu nutzen. Das traf ins Schwarze: Es gab Rückmeldungen wie „Geile Rede, Bro!“ (eine Gruppe Jungs) und „Note 1, versetzt.“ (ein ehemaliger Geschichtslehrer).
Anschließend nahmen einige Jugendliche an einer Kundgebung zum Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus teil. Das 22. Internationale Pfingstjugendtreffen, das vom 22. bis 24. Mai im Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen stattfinden wird, stieß auf viel Interesse. (Hier gibt es alle Infos zum 22. Internationalen Pfingstjugendtreffen!) Eine feste Zusage gab es von einer jungen Frau. Der Tag zeigte ein gewachsenes Vertrauen und Bewusstsein für die Zusammenarbeit unterschiedlicher Kräfte. Die wirkliche Einheit von Jung und Alt, das gegenseitige Lernen und die tiefergehende Auseinandersetzung müssen noch weiterentwickelt werden.