Internationaler Infobrief Stellantis

Internationaler Infobrief Stellantis

Am 21. Mai: Passende Antwort auf Stellantis-Konzernstrategie - morgen Aktionstag in Rüsselsheim

Die Stellantis-Konzernkoordinierung in der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung (IAC) hat einen neuen Internationalen Infobrief veröffentlicht, die Nummer 33. Rote Fahne News dokumentiert ihn in Auszügen.

Am 21. Mai: Passende Antwort auf Stellantis-Konzernstrategie - morgen Aktionstag in Rüsselsheim
Stellantis-Aktionstag am 24. März in Eisenach (rf-foto)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, der internationale Aktionstag am 24. März war ein erster Schritt zum gemeinsamen konzernweiten Kampf um unsere Rechte. In mehreren Werken beteiligten sich Kolleginnen und Kollegen aktiv, unterschrieben unsere Forderungen und suchten den Austausch. In Bochum versammelten sich 100 Kolleginnen und Kollegen während der Arbeitszeit. Am 1. Mai haben Kollegen z.B. in Eisenach (Deutschland) das Transparent des Aktionstags in der Demonstration getragen. Im Vergleich zu den letzten Jahren gingen am 1. Mai meistens mehr Menschen auf die Straße. In Deutschland hatten die Kundgebungen etwa 500.000 Teilnehmer. In den USA, wo der 1. Mai kein Feiertag ist, beteiligten sich ebenfalls 500.000 Menschen an Streiks und Demonstrationen. Die Forderungen richteten sich auch gegen den faschistischen Präsidenten Donald Trump.

 

Millionenfach formiert sich eine internationale kämpferische Bewegung: In den letzten drei Jahren waren weltweit mindestens 60 Millionen Menschen an Arbeiterkämpfen sowie Solidaritätsaktionen gegen den Völkermord in Gaza, die Überfälle auf Venezuela und Rojava, die faschistische Politik von Trump oder die Angriffe der USA und Israels auf den Iran und Libanon beteiligt. Weitere Hunderte Millionen waren zusätzlich in gewerkschaftlichen Streiks.

21. Mai: Passende Antwort auf Stellantis-„Konzernstrategie“!

Am 21. Mai will die Konzernspitze ihre „Strategie“ für mehr Profit verkünden. Größere Profite für die da oben heißt verschärfte Ausbeutung von uns. Wir wissen bereits: Investitionen sollen auf nur vier Marken konzentriert werden (Fiat, Peugeot, Jeep und RAM). Die übrigen zehn Marken sollen zu regionaler Bedeutung herabgestuft werden. Im Konzern werden zusätzlich zum Werk Poissy (Frankreich) vier Werke als „zuviel“ bezeichnet und sollen an chinesische Konzerne übergeben werden. (...) Chinesische Kapitalisten gehen besonders aggressiv vor: Beim chinesischen Batteriekonzern CATL berichten Kolleginnen und Kollegen von massiven Eingriffen in ihre Rechte, faschistoiden Führungsmethoden, Missachtung von gesetzlichen Regelungen zur Arbeitszeit, Unterdrückung von Betriebsratsarbeit, Union-Busting usw. Elon Musk betreibt es bei Tesla genauso. Europäische Konzerne blicken neidisch darauf. Diesem Programm sagen wir den Kampf an! Chinesische, US-amerikanische und europäische Arbeiter gemeinsam!Werten wir den 24.3. gründlich aus und steigern unsere Aktivitäten. Für gewerkschaftliche und selbständige Aktionen am 21.5. während der Arbeitszeit und an den Toren. Notwendig ist der selbständige Streik in allen Werken, um das Horrorprogramm von Stellantis zu Fall zu bringen und unsere Forderungen durchzusetzen.

Morgen Aktionstag der IG Metall in Rüsselsheim

Am 12. Mai ist ein Aktionstag der IG Metall in Rüsselsheim (Deutschland) – insbesondere gegen die Drohung, die sogenannte „Notfallklausel“ im „Zukunftstarifvertrag“ anzuwenden, wenn der Betriebsrat nicht dem weiteren Abbau von 650 Arbeitsplätzen zustimmt. Damit würde das Betrugskonzept scheitern, dass wir angeblich durch Lohnverzicht sichere Arbeitsplätze erkaufen könnten. Der „Zukunftstarifvertrag“, der betriebsbedingte Kündigungen bis 2029 ausschließen sollte, wäre hinfällig. Das wäre ein massiver Angriff auf alle Beschäftigten in Deutschland. Die IAC-Gruppe Rüsselsheim und kämpferische Kollegen unterstützen diesen Aktionstag. Wir fördern und organisieren gewerkschaftliche und selbständige Aktionen am 12.5. in allen Werken zur Solidarität mit den Rüsselsheimern, sowie Solidaritätsbesuche und Solidaritätsbotschaften nach Rüsselsheim. (...)

Ein konzernweiter selbständiger Streik entsteht nicht von allein

Die Kräfte dafür müssen aufgebaut werden, dafür muss gemeinsam trainiert und die Erfahrungen ausgewertet werden. Jetzt kommt es darauf an, die Verbindungen zu festigen, weitere Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen und die nächsten Aktionen gemeinsam vorzubereiten.

 

Unser gemeinsames Programm:

 

  • Keine Werksschließungen, keine Entlassungen – kein Werk steht allein!
  • Für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich im Konzern!
  • Hoch die internationale Solidarität! 
  • Für Erhalt und Ausbau unserer Rechte und Freiheiten – Für ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht.

 

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

 

Der Internationale Stellantis-Infobrief steht auf der Webseite der IAC in verschiedenen Sprachen zur Verfügung