Thyssenkrupp

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Verkauf abgesagt – was steckt dahinter?

Der folgende Artikel der Redaktion tkSE Hamborn / Beeckerwerth 1 ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitung von Kollegen für Kollegen im Stahlbereich, „Stahlkocher“, erschienen. Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:

Aus der Kollegenzeitung „Stahlkocher“

Konzernchef López spricht auf einmal von „meinem Stahl“- was für ein Sinneswandel. Doch warum verkauft Thyssenkrupp den Stahlbereich nicht an den indischen Jindal-Konzern? Zum einen wurde der Profit im ersten Halbjahr verdoppelt. Durch gesteigerte Ausbeutung: Arbeitszeitverkürzung mit Lohnabbau, Nichtbesetzung von Stellen und Entlassungen. Auch Importbeschränkungen und Zölle spielen eine Rolle.


Gleichzeitig stecken knallharte machtpolitische Interessen dahinter. Die Bundesregierung und die EU brauchen jederzeit den Zugriff auf eine eigene Stahlproduktion. Das wird verschnörkelt „Sicherung der Resilienz“, also Widerstandsfähigkeit, oder in den Worten von Pistorius „Kriegstüchtigkeit“ Deutschlands genannt. Dazu gab es Absprachen mit der Regierung zur Umstellung auf Kriegswirtschaft, bei der Riesenprofite winken.


So sollen sich der Packaging-Bereich Rasselstein und der Bereich Elektroband (Gelsenkirchen) stärker auf „Verteidigung“ also Rüstungsproduktion, konzentrieren. Das verbindet ThyssenKrupp mit Forderungen nach weiteren Subventionen, etwa einem Industriestrompreis, sowie nach weiteren Einfuhrbeschränkungen. Sie versprechen sich wie beim Marine-Bereich Milliardenprofite. Wir wollen nicht für die Kriege der Monopole und Bonzen produzieren und sterben. Aktiver Widerstand gegen Faschismus und Krieg!