Italien
7. Mai: Schüler, Studenten und Hafenarbeiter gemeinsam im Kampf
Am 7. Mai demonstrierten und streikten Schüler, Studenten und Hafenarbeiter landesweit und zeitgleich.
Die Basisgewerkschaft USB rief für den 7. Mai an den italienischen Häfen zu einem 24‑stündigen Streik auf, besonders für einen fünf Jahre früheren Renteneintritt wegen der schweren Arbeit. Daher kamen Delegationen der Streikenden aus den wichtigsten Häfen vor das Arbeitsministerium in Rom.
Auf die verlogene Behauptung, für ihre Forderungen gäbe es keine „Ressourcen“, antworteten sie – laut dem Onlineportal Contropiano – wie folgt:
„Die Ressourcen sind vorhanden: Sie werden für Aufrüstungspläne, für den Kauf von Waffen im Wert von Milliarden Euro und für die zunehmende Militarisierung von Häfen, Eisenbahnen und strategischen Infrastrukturen eingesetzt. Sie sind von einer Kriegslogik und einem System der Finanzspekulation absorbiert, das die Inflation nährt und die Kaufkraft der Arbeiter verringert", sagten die USB-Port-Arbeiter in einer Erklärung. Und weiter : "Deshalb wissen die Hafenarbeiter, dass die Forderung nach Anerkennung beschwerlicher Arbeit mit einer populären und weit verbreiteten Ablehnung der Aufrüstungspolitik der Europäischen Union und der Entscheidungen verbunden ist, die das Land in Kriegsszenarien hineinziehen könnten. Heute mehr denn je fühlen wir auch, dass wir diejenigen nicht allein lassen, die mit uns unzählige Kämpfe und gemeinsame Wege geteilt haben und sich von der israelischen Armee entführt und bedroht sehen.“
Ebenso am 6. und 7. Mai – so das Onlineportal – wurde in rund 50 Städten an Schulen und Universitäten zum Schulstreik aufgerufen.
Dazu schrieb Contropiano: "Die gemeinsame Mobilisierung von Studierenden und Arbeitern wurde insbesondere von der USB, Cambiare Rotta und OSA angestoßen; so kam es zu einem gemeinsamen Aufruf. … Für die Schule gab es bereits eine Einberufung der Cobas für den 6. / 7. Mai, einen 'historischen' Streik der Schulwelt gegen die INVALSI¹, bei dem diese beiden Tage der Grundschule zugeteilt werden.
Gleichzeitig hatten Cambiare Rotta² und OSA³ am 21. März in Mailand einen europäischen Aktionstag gegen die Wehrpflicht“ für den 8. Mai ausgerufen, von der internationalen Jugendversammlung des Netzwerks 'Wir lassen uns nicht rekrutieren'. Mit der USB hatten sie seit Wochen nationale und lokale Initiativen in ganz Italien gefördert …“.
Ein wichtiger Schritt in der Formierung des Widerstands gegen die Meloni-Regierung des modernen Faschismus. Die Zusammenarbeit der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung mit den Protesten und Kämpfen der Jugend muss international „Schule“ machen. Das sind bedeutende Impulse und Erfahrungen auch für die positive Gewerkschaftsarbeit in unseren DGB-Gewerkschaften.