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Wie Trump Bayer im Glyphosat-Streit hilft

Im Februar hat US-Präsident Donald Trump Phosphor und Glyphosat per Dekret als „unverzichtbar für die Ernährungssicherheit der USA“¹ eingestuft. Glyphosat ist das meistverkaufte Pflanzengift weltweit.

Von jj

Israel setzt es für seinen Ökozid im Südlibanon ein (mehr dazu hier). Der einzige amerikanische Hersteller von Glyphosat ist Monsanto, den Bayer 2018 für 66 Milliarden US-Dollar gekauft hat. Im Februar ging die juristische Auseinandersetzung um Glyphosat vor den Obersten Gerichtshof, eine Entscheidung wird noch vor den Sommerferien erwartet. Bayer hat in seiner Bilanz 24 Milliarden für mögliche Strafen zurückgestellt, hofft aber auf einen Vergleich.


Letztes Jahr hat Bill Anderson, CEO von Bayer, die US-Umweltschutzbehörde besucht und ein „kleines Dankeschön“ für die „Aktualisierung der Glyphosat-Website“⁷ versprochen. Diese Veränderung der Website wurde Ende 2025 vorgenommen und ist jetzt ein wesentliches Argument von Bayer im Schriftsatz für den Obersten Gerichtshof. Außerdem hat sich Bill Anderson dreimal mit Sarah Wiles, der Stabschefin von Trump, getroffen und gedroht, dass Monsanto „die Produktion von Glyphosat … ganz einstellen würde, wenn sich keine Lösung für die Klagen wegen des Unkrautvernichters findet“². Insgesamt hat sich Bayer diese Einflussnahme auf die Trump-Regierung wegen Glyphosat neun Millionen US-Dollar kosten lassen⁸.


Das Dekret von Trump ist die direkte Umsetzung der Forderungen von Bayer. Das US-Justizministerium unterstützt die Position von Bayer, dass die Einstufung von Glyphosat als unbedenklich durch die US-Umweltschutzbehörde Vorrang vor strengeren Auflagen der einzelnen Bundesstaaten habe⁶. Die Republikaner haben letzte Woche einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Chemieunternehmen vor Klagen abschirmt⁸.