Mörderische EU-Flüchtlingspolitik
Weniger ankommende, aber mehr tote Flüchtlinge
Der Freundeskreis Flüchtlingssolidarität hat auf seiner Webseite einen aktuellen Bericht des griechischen Flüchtlingsaktivisten Iordanis Georgiou veröffentlicht, den Rote Fahne News dokumentiert.
Frontex (EU-Grenzagentur) meldet einen Rückgang der „irregulären“ Grenzübertritte um 40 Prozent im ersten Quartal 2026. Kein Wort findet man in der bürgerlichen Presse über die Meldung der Internationalen Organisation für Migration (IOM), dass es im gleichen Zeitraum fast 1.000 tote Flüchtlinge im Mittelmeer gab. Im größten Massengrab für Flüchtlinge. Menschenverachtend ist, dass diese Todeszahlen als Kollateralschaden einer „wirksamen“ EU-Flüchtlingspolitik dargestellt werden.
Die faschistische Flüchtlingspolitik der EU wird als erfolgreiche Abschreckung propagiert. Menschenverachtend ist auch, dass gerade die EU als Zusammenschluss von vielen der reichsten Nationen der Welt flüchtende Menschen so behandelt. Weniger Ankömmlinge, mehr Tote. Das ist kein Zufall. Je härter die Überwachung wird, je stärker die Abschreckungsmaßnahmen werden, je mehr die „einfachen“ Routen geschlossen werden, desto mehr werden die Menschen auf gefährlichere, unsichtbarere und tödlichere Wege gedrängt.
Die EU weiß, dass das östliche Mittelmeer die meistgenutzte Route ist. Dort konzentriert sich ein Drittel der Überfahrten. Das gleiche gilt für das westliche Mittelmeer. Hier gibt es einen Anstieg von 66 Prozent. Die 1.000 Toten sind nur die erfasste Zahl. Es gibt etliche, die nicht mitgezählt sind. In der Presse bekommt man den Eindruck, dass das ein Ergebnis von schlechtem Wetter ist. Nein, das ist das Ergebnis der „Festung Europa“. Die Botschaft: „Kommt nicht nach Europa! Euch erwartet in Europa der Tod!“
Diese Abschreckungsmethoden werden verpuffen angesichts der wahren Fluchtursachen. Die Flucht von Menschen wird weltweit weiter zunehmen. Nirgendwo in der Welt wird eine Mutter oder ein Vater zuschauen, wie die eigenen Kinder verhungern und in ihren Armen sterben. Wie jetzt nehmen sie alle Gefahren in Kauf für ein friedliches und menschenwürdiges Leben für sich und ihre Familie. Weltweit verlieren die Menschen durch die imperialistische Kriege ihr Heim und ihre Lieben.
Die imperialistischen Kriege verlassen eine verbrannte und verseuchte Erde. Ein Weiterleben ist für viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte nicht mehr möglich. Auch regionale Umweltkatastrophen wie aktuell in Bangladesch zwingen die Menschen, ihr Land zu verlassen. Barbarisch lässt sich der faschistische Premierminister Indiens, Narendra Modi, vom Faschisten Donald Trump beraten, wie man Schlangen und Krokodile an den Grenzen einsetzt, um die Flüchtlinge loszuwerden.
Wir vom Freundeskreis Flüchtlingssolidarität fordern das Recht auf Flucht auf antifaschistischer Grundlage!