1. Mai-Kundgebung in Sonneberg
Signal für eine Bündnisarbeit auf Augenhöhe!
Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse, fand in Sonneberg eine bemerkenswerte Maikundgebung statt. In einer Zeit, in der Arbeitsplatzvernichtung, soziale Unsicherheit, das Erstarken der faschistischen AfD und Kriegstreiberei viele Menschen verunsichern, setzte diese Kundgebung ein wichtiges Zeichen der Gemeinsamkeit.
Andreas Eifler von der MLPD hatte die Initiative ergriffen, eine Maikundgebung angemeldet und zur gemeinsamen Gestaltung eingeladen. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich am Pikoplatz ein. IGBCE, SPD, Linke, NGG, Umweltgewerkschaft, Friedensaktivisten und MLPD waren mit schönen Ständen vertreten.
Überall war zu spüren: Wir müssen zusammenstehen, wir müssen uns austauschen, voneinander lernen. 15 Redner und Rednerinnen nutzten das offene Mikrofon, ihre Anliegen, Sorgen, Ängste, aber auch Zukunftsvisionen vorzutragen:
- Kollegen von der SPD-Basis, die die sozialen Rechte verteidigten.
- Vertreter der Umweltgewerkschaft, die den Zusammenhang von Profitwirtschaft, Krieg und dem beschleunigten Voranschreiten der globalen Umweltkatastrophe hervorhoben
- der Genosse von der Linken, der angesichts von Faschismus und Krieg ein düsteres Bild für die Zukunft malte und Sozialberatung für Hilfesuchende anbietet
- Friedenskämpferinnen von der BSW, die sich klar gegen die Raketenstationierung und Kriegstüchtigkeit wandten und eine Unterschriften-Sammlung organisierten
- mutige kurdische Frauen, die für eine Welt in Frieden und Völkerfreundschaft, ein solidarisches Zusammenleben warben
- eine Kollegin, die eine Erklärung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten gegen den Generalangriff auf die Gewerkschaftsbewegung vortrug
- der Genosse der MLPD, der den echten Sozialismus als Ausweg aus Krisen und Kriegen vorstellte
Die Moderation brachte immer wieder lebendig konkrete Erfahrungen ein - von der ersten selbstorganisierten Flüchtlingsdemo in Sonneberg in der vergangenen Woche, dem Stellantis-Aktionstag in Eisenach wie von der fristlosen Entlassung als Friedenskämpfer bei Brose Coburg.
Auch abseits der Redebeiträge kam es zu intensiven, freundschaftlichen Gesprächen. Musik von Gehörwäsche, Reinhardt Mey und anderen sorgte für Auflockerung. Die Kultur war aber noch ein deutlicher Schwachpunkt. Herzlich verabschiedeten wir uns per Handschlag und mit den festen Zusagen für eine gemeinsame Kundgebung am 8. Mai und ein würdiges Gedenken am Zahnradwerk (Außenlager des KZ Buchenwald in Sonneberg).