Essen / Dortmund
Polizei in Essen - So geht's auch!
Die Liste der Negativschlagzeilen über den Umgang der Essener Polizei mit Faschisten wird immer länger.
Nachdem die Polizei die Faschisten am 1. Mai in Essen mit einem großen Polizeiaufgebot vor den Tausenden Gegendemonstrantinnen und Gegendemonstranten geschützt hatte, setzte sie diese am Schluss ohne Polizeibegleitung in die U-Bahn, wo sie dann Fahrgäste von ihren Plätzen verdrängten und rassistisch beleidigten, darunter auch Kinder.
Aber das antifaschistische Bewusstsein zieht breite Kreise. Zugleich wird deutlich, dass es auch anders geht: So rückte am 1. Mai die Polizei in Dortmund-Dorstfeld mit einer Hebebühne an, um 25 schwarz-weiß-rote Fahnen und ein den Faschismus verherrlichendes Banner eigenhändig von der dortigen "Heimat"-Zentrale zu entfernen, und verzögerte die Abreise der Faschisten nach Essen um mehrere Stunden.
In Essen angekommen, wurden diese von der Polizei erneut aufgehalten und durchsucht – offensichtlich gibt es auch in der Essener Polizei Widersprüche zum üblichen Kuschelkurs gegenüber "Heimat" & Co. Das begrüßen wir ausdrücklich, ebenso wie die Tatsache, dass am Mittwochmorgen eine bundesweite Razzia gegen die Faschisten von „Jung & Stark“ und „Deutsche Jugend Voran“ durchgeführt wurde.