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Hervorragende dreistündige Kampfdemonstration in Essen
Heute fand anlässlich des Tag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai eine Demonstration statt in Essen: gegen Faschismus, Weltkrieg und Preisexplosion! Mit 350 Demonstranten ging es los und steigerte sich bis auf 600 Demonstrantinnen und Demonstranten, da sich viele Passanten angeschlossen oder nach der Arbeit nachkamen.
Auf dem Berliner Platz gab es eine ausgedehnte Zwischenkundgebung vor einem Einkaufszentrum.
Die Demonstranten waren bestens gelaunt und sehr kämpferisch. Alle hatten sich wirklich etwas einfallen lassen: phantasievolle Schilder gegen die Regierung, gegen Weltkriegsgefahr und Faschismus.
Es waren mindestens 30 verschiedene Organisationen beteiligt und Menschen aus zehn Nationalitäten. Besonders beeindruckend war die Verschwisterung zwischen Palästinensern und iranischen Freunden, die deutlich machten, dass sie einen gemeinsamen Feind haben und sich gemeinsam gegen ihn wenden.
Es gab wunderbare Redebeiträge von vielen Arbeitern – unter anderem von Opel, aus der Stahlindustrie und von Bergarbeitern –, aber auch von Krankenschwestern, Erzieherinnen und Verdi-Kolleginnen. Migranten aus verschiedenen Ländern engagierten sich und betonten, wie wichtig ihnen das Zusammenleben mit der deutschen Bevölkerung ist und dass sie arbeiten wollen, statt in Sozialsysteme „einzuwandern“. Es sprachen Vertreter vielfältiger politischer Richtungen. Für die MLPD trat die Vorsitzende Gabi Fechter ans Mikrofon und hob besonders hervor, dass der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus auch Anlass sein muss, über die Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung im echten Sozialismus nachzudenken.
Es waren zahlreiche Jugendorganisationen dabei, unter anderem Young Struggle und der REBELL, die ebenfalls Redebeiträge hielten. Besonders bemerkenswert war, dass sich auch Passanten am offenen Mikrofon äußerten, mitmachten und tanzten. Teilweise schlossen sich ganze Jugendgruppen der Demo an.
Morgen erscheint ein ausführlicher Bericht auf Rote Fahne News.