81. Jahrestag
Gedenken heute: Kampf gegen Faschismus, Krieg, Umweltzerstörung und für den echten Sozialismus!
Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Deutschland kapitulierte bedingungslos. Die Anti-Hitler-Koalition, deren Hauptkraft die sozialistische Sowjetunion war, hatte den Faschismus zerschlagen. Seine militärische Niederlage war 1943 durch den Sieg der Roten Armee bei Stalingrad eingeleitet worden.
Die Forderung nach einer zweiten Front gegen die faschistischen Aggressoren war zu einer Massenforderung geworden. Endlich im Juni 1944 erfolgte dann die Landung der westlichen Alliierten in der Normandie und trug so noch zur Befreiung Deutschlands und der Welt vom Hitler-Faschismus bei.
Der deutsche Imperialismus existierte nicht mehr und der Sozialismus gewann weltweit an Ansehen. Der Antikommunismus stürzte in seine bisher tiefste offene Krise, war damit aber nicht erledigt. 1947 verkündete US-Präsident Harry S. Truman die nach ihm benannte „Truman Doktrin“. Sie bedeutete eine reaktionäre antikommunistische Ausrichtung der Außenpolitik des US-Imperialismus gegen die sozialistische Sowjetunion und den weltweiten Einfluss des Sozialismus. Die Westmächte änderten daraufhin ihre Deutschlandpolitik, verhalfen dem deutschen Imperialismus zum Wiederaufstieg und spalteten Deutschland.
Der Zweite Weltkrieg war der bisher verheerendste Krieg der Menschheitsgeschichte. 60 Millionen Tote – eine unglaubliche Vernichtung menschlicher Potenziale. Die Sowjetunion hatte mit 20 Millionen Kriegstoten die größten Opfer zu beklagen. 35 Millionen kamen als Kriegsversehrte und Traumatisierte aus dem Krieg. 11 Millionen waren in Konzentrationslagern ermordet worden. Es gab millionenfachen Hunger, Elend, Flucht, gigantische Zerstörungen der Infrastruktur und der natürlichen Umwelt.
In der DDR war der 8. Mai bis in die 1970er Jahre (arbeitsfreier) Feiertag. In der Bundesrepublik verwahrte sich die CDU/CSU noch zum 25. Jahrestag der Befreiung vom Hitler-Faschismus 1970 gegen eine Regierungserklärung des damaligen Kanzlers Willy Brandt, in der der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus gefeiert werden sollte. Ihre bezeichnende Begründung: 'Niederlagen feiert man nicht.' Erst 1985, 40 Jahre nach der Befreiung, konnte sich ein Staatsoberhaupt der BRD, Bundespräsident Richard von Weizsäcker, dazu durchringen, vom 'Tag der Befreiung' zu sprechen. Das war auch eine Reaktion auf die Anfang der 1980er Jahre entstandene und bis zu 35 Millionen zählende breite internationale Friedensbewegung gegen die atomaren Kriegsvorbereitungen der beiden Supermächte USA und Sowjetunion.
Den gestrigen 81. Jahrestag beging ein breites Bündnis in der Arbeiterstadt Essen mit einer Kampfdemonstration gegen Faschismus, Krieg und Preistreiberei - hier der Bericht über die Demo.
Referat von Willi Dickhut: Welche Ursachen führten zur Aufrichtung der faschistischen Diktatur?