IAC Düsseldorf
Automobilarbeiter grüßen Demonstration am 8. Mai in Essen
Aktivistinnen und Aktivisten der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung aus Düsseldorf grüßen die Demonstration, die heute anlässlich des Jahrestags der Niederlage des Hitler-Faschismus 1945 durch Essen ziehen wird:
Es ist genau richtig, dass wir den 8. Mai und den Sieg des damaligen Sozialismus über den Faschismus mit der Demonstration in Essen würdigen und uns auf die Zukunft einstellen.¹
Wir wollen keine Kriegswirtschaft! Wir sind Automobilarbeiter und Automobilarbeiterinnen und Freunde der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz. Einige von uns werden am Freitag teilnehmen, andere müssen arbeiten.
Die Arbeitszeit im Werk von Mercedes‑Benz in Düsseldorf, wo der „Sprinter“‑Transporter in zwei Schichten produziert wird, ist unerträglich verlängert worden. Nicht nur, dass wir 40 Stunden von Montag bis Freitag machen. Dazu kommt ein weiterer Samstag pro Monat und Schicht, was dann sogar eine 48‑Stunden-Woche ist.
Das fühlt sich an wie ein Warmlaufen auf Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit. Wir sind der Überzeugung, dass auf Basis dieser materiellen Entwicklung auch unsere Kämpfe und Streiks härter und besser – selbständig wie gewerkschaftlich – organisiert werden müssen. In diesem Sinn klären wir auf über die Ursachen der gesteigerten Ausbeutung und die Kriegsvorbereitung, machen auch die Demo am 8. Mai in Essen bekannt und senden hiermit kämpferische Grüße!
Wir werben gleichzeitig für eine Veranstaltung am 13. Mai mit Ford-Arbeitern hier in Düsseldorf, um voneinander zu lernen. Diese haben mit 200 Vertrauensleuten der IG Metall eine Resolution verabschiedet gegen die Kriegsvorbereitung und für Frieden. Am 1. Mai 2026 hat sich der Mercedes-Benz-Block mit an die Spitze der Demo in Düsseldorf gestellt, mit einem Transparent: „Waffen runter, Löhne rauf!" Sogar die Internationale wurde von manchem mitgesungen, für den das ganz neu war. Jung und Alt waren gemischt dabei, auch ehemalige Kollegen in der Rente kamen dazu, wodurch der ganze perspektivische Blick für die Zukunft der Jugend und unsere Verantwortung unterstrichen wurde.