Eisenerzmine Simandou

Eisenerzmine Simandou

3000 Bergleute streiken in Guinea

In der neu errichteten Eisenerzmine Simandou in Guinea/Westafrika streiken seit dem 28. April rund 3000 Bergleute für höheren Lohn.

Die Mine gehört einem Konsortium aus dem weltweit größten Stahlkonzern Baowu (Sitz in Schanghai, China), Rio Tinto (Sitz in London und Melbourne) und dem guineischen Staat.
Simandou ist das weltweit größte bekannte Eisenerzvorkommen.
Zu seiner Ausbeutung wurde extra eine neue, 500 Kilometer lange Eisenbahnlinie von den Erzvorkommen im Hinterland zum guineischen Hafen Morébaya gebaut und Anfang November 2025 in Betrieb genommen. Im Dezember 2025 fuhr von Morébaya das erste Schiff mit Eisenerz nach China ab.

Die Bergleute werfen dem Konzern vor, sich nicht an die staatlich festgelegten Lohnmindeststandarts zu halten.
Beim Bau der Mine waren bis zu 10 000 Arbeiter beschäftigt – mit der Fertigstellung werden diese jetzt Zug um Zug entlassen.