Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse

Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse

1. Mai in der Türkei, in Griechenland, Belgien und Italien

Zum Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse in der Türkei und in Griechenland schreibt Iordanis Georgiou von der Solidaritäts- und Hilfsorganisation Solidarität International (SI):

Von Iordanis Georgiou

Türkei: Festnahmen in Istanbul

Der Zugang zum Taksim-Platz war gesperrt. Die Demonstrationen in Istanbul fanden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, da die Behörden den Zugang zum Taksim-Platz untersagten und gegen Demonstranten vorgingen. Polizeikräfte griffen Gewerkschaftsmitglieder und ganze Gruppen an, die versuchten, sich aus Stadtteilen wie Beşiktaş und Mecidiyeköy in Richtung Taksim-Platz zu bewegen, wobei sie sogar Tränengas einsetzten. Zentrale Straßen in Stadtteilen wie Pera, Şişli und Beşiktaş blieben gesperrt, während U-Bahn-Stationen, darunter Taksim und Şişhane, außer Betrieb genommen wurden. Gleichzeitig wurden die Fährverbindungen eingestellt.

Griechenland: Tausende demonstrierten in allen großen Städten

Erstmalig beteiligten sich Migranten und Flüchtlinge an den Aktionen zum 1. Mai. Es waren pakistanische Arbeiter aus den Geflügelhöfen und pakistanische Arbeiter aus Industriebetrieben in Ioannina.


In Athen demonstrierte ein großer Block der Bauarbeiter mit vielen palästinensischen Flüchtlingen, die der Hölle des Völkermordes entfliehen konnten. Sie trugen ein großes Transparent mit der Forderung „Griechische und migrantische Arbeiter, vereinigt euch!“

Belgien: 1. Mai als Meilenstein

In Belgien war der 1. Mai ein Meilenstein im Vorfeld des Streiks, den die Gewerkschaften für den 12. Mai vorbereiten. Sie stellen die Forderungen, die Finanzierung des Kriegsbudgets aus den Geldern des Volkes einzustellen, keine Kürzungen bei den Sozialausgaben vorzunehmen, keinen einzigen Euro bei der Gesundheitsversorgung zu kürzen und keine Verlängerung der Arbeitszeiten und Überstunden auf.

Italien: Kampf für Arbeiterinteressen mit Kampf gegen imperialistischen Krieg verbunden

In Italien wurde die Verteidigung der Arbeiterinteressen mit dem Kampf gegen den imperialistischen Krieg verbunden. Dazu gehört die Erklärung der Gewerkschaft USB an die Hafenarbeiter, in der sie die Verpflichtung der lokalen Regierung anprangerte, die Militärausgaben im Rahmen der NATO bis 2035 auf 5 Prozent des BIP zu erhöhen. Die USB betonte weiter, dass „dieses Geld für die Rechte der Arbeiter und derjenigen ohne Einkommen verwendet werden muss und nicht für die Aufrüstung“. Nächster Schritt ist der landesweite Streik in allen Häfen des Landes am heutigen 7. Mai, dessen Schwerpunkt die Einstufung des Sektors als „schwere und gesundheitsschädliche Berufe“ ist.