Peru
1. Mai inmitten großer Polarisierung
Der 1. Mai fand in einer Zeit großer politischer, gesellschaftlicher und wahlpolitischer Polarisierung statt.
Alles deutet darauf hin, dass die Stichwahl zwischen Keiko (Fujimori, Tochter des mittlerweile verstorbenen faschistischen ehemaligen Diktators Alberto Fujimori, Anm. d. RF-Red.) der Vertreterin der traditionellen Rechten, und Sánchez (Roberto Sánchez Palomino, Anm. d. RF-Red.), dem Vertreter der Linken und der progressiven Kräfte, stattfinden wird. Der profaschistische Rechte López Aliaga drängt darauf, die Wahlen für ungültig zu erklären, da er Sánchez um nur wenige Stimmen verfehlt hat.
In diesem Zusammenhang hat Sánchez die Feierlichkeiten zum 1. Mai angeführt, mit einem Marsch zum Denkmal von José Carlos Mariátegui. Die wichtigsten Gewerkschaftsorganisationen, wie die Bau-, Bergbau- und Textilarbeiter, waren ebenso vertreten wie Dutzende kleinerer Kollektive. Das Interesse an einer Debatte über den Charakter der Krise und die gesellschaftliche Perspektive findet ebenfalls Raum, auch wenn die Erwartungen und die Wahlkampfführung im Vordergrund stehen. Auch in anderen Städten des Landes gab es ähnliche Feierlichkeiten.
Wir als Teil des Bündnisses Unidad Popular haben ebenfalls teilgenommen und zur Einheit gegen die Rechte und die Faschisierung, zur Verteidigung des Volkswillens und für eine neue Demokratie in einer sozialistischen Gesellschaft aufgerufen.