Weltfrauenkonferenz zum 1. Mai

Weltfrauenkonferenz zum 1. Mai

Weltkoordinatorinnen der Basisfrauen rufen zum 1. Mai auf

Philomène MBALA, Afrikakoordinatorin der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen aus dem Kongo, hat den diesjährigen Mai-Aufruf der Basisfrauen verfasst.

Weltkoordinatorinnen der Basisfrauen rufen zum 1. Mai auf
Afrikanische Teilnehmerinnen des Theoretischen Seminars der Weltfrauenbewegung im November 2025 (Foto: Weltfrauen)

An diesem 1. Mai feiere ich nicht, sondern spreche laut Wichtiges an.

 

Ich spreche als afrikanische Frau, die fest in der Realität vor Ort verankert ist. Von der Demokratischen Republik Kongo bis zu allen Ländern unseres Kontinents stehen die Basisfrauen vor Sonnenaufgang auf, arbeiten, produzieren, tragen unsere Volkswirtschaft – ohne Schutz, ohne Anerkennung, oft ohne Sicherheit. Das muss aufhören.

 

Wir bitten nicht mehr. Wir fordern:

 

  • Anerkennung und Schutz der arbeitenden Frauen, insbesondere in der informellen Wirtschaft, mit tatsächlichem Zugang zu sozialer Absicherung;
  • Zugängliche Finanzierungsmechanismen, die an unsere Realität angepasst sind;
  • Sicherheit für Frauen, insbesondere in Konfliktgebieten, mit Gerechtigkeit und Wiedergutmachung;
  • Lohngleichheit und Zugang der Frauen zu Entscheidungsgremien;
  • Zugang zu Land, Märkten und Produktionsmitteln für Frauen, vor allem auf dem Land;
  • Ein Ende der wirtschaftlichen, beruflichen und sozialen Gewalt gegen Frauen;
  • Zugang der Frauen zu Digitalisierung und zu Chancen des digitalen Wandels;
  • Die Bildung und Ausbildung junger Mädchen als Grundlage unserer Zukunft.

 

Was wir fordern, ist einfach: dass die an der Spitze getroffenen Entscheidungen endlich die Realität widerspiegeln, die an der Basis gelebt wird.

 

Genug der Reden. Genug der leeren Versprechungen. Afrikanische Frauen betteln nicht um ihren Platz in der Gesellschaft. Sie nehmen ihn ein und fordern, dass man ihn respektiert. Ich stehe an der Seite der Basisfrauen. Und ich rufe zu einer wirklichen Mobilisierung auf, JETZT.

 

Philomène MBALA, Demokratische Republik Kongo