Sozialistische Jugendbewegung
Vom 1. Mai zum Schulstreik gegen Wehrpflicht am 8. Mai!
In zahlreichen Städten riefen verschiedene Bündnisse am 1. Mai vor allem Jugendliche zu Aktionen auf, die sie ins Zeichen von entschlossener Kapitalismuskritik stellten, von Hinwendung zu Sozialismus, Kommunismus und Revolution. Eine große Aufgeschlossenheit zur sozialistischen Akternative gegenüber dem kapitalistischen Krisenchaos bricht sich Bahn.
In 23 Städten riefen linke Jugendgruppen zur Teilnahme an den Demos des DGB in entsprechenden „revolutionären Blocks“ auf und machten keine weiteren eigenen Aktionen. Das machten aber linke Bündnisse in weiteren 21 Städten: Hier wurden revolutionäre Demos veranstaltet, die direkt zur DGB-Kundgebung hinführten oder sich unmittelbar an sie anschlossen. In weiteren 20 Städten gab es am Vorabend oder am Abend des 1. Mai selber revolutionäre Demos. In Berlin fanden ca. 30 Aktionen zum 1. Mai statt. Die große Kreuzberg-Demo, in diesem Jahr mit über 10.000 Teilnehmern, wurde allerdings diesmal nicht von der Polizei gestoppt, die mit 5.000 Bewaffneten im Einsatz war, sondern von einem Rap-Konzert mitten in, während und auf der Demo. In Hamburg gab es bei drei verschiedenen linken Demos mindestens 13.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In vielen anderen Städten gab es mehr Jugendliche auf diesen Demos als in früheren Jahren.
Der Kölner Offene Antifaschistische Treff nahm sowohl an der DGB-Demo wie auch an einer „revolutionären“ Demo teil. Auf einem vorhergehenden Straßenfest trat eine Gruppe von MLPD-Mitgliedern mit einem Bücherwagen auf: Es gab bei den jungen Leuten großes Interesse an verschieden Büchern – und es wurden viele erfolgreich verkauft – nicht zuletzt Schriften aus der Reihe „Revolutionärer Weg“.
Auf zum Schulstreik gegen Wehrpflicht am 8. Mai!
Es ist deshalb auch überaus zielführend, sich an diesem Schulstreik wieder zu beteiligen – Jugendliche diskutieren heute offener als in vielen früheren Jahren mit Älteren über die Perspektiven ihrer Rebellion. Verschiedenste Gruppen wie auch der REBELL riefen am 1. Mai zu Streikaktionen auf, denn der 8. Mai ist der Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg. Der Streiktag wurde beschlossen von der zweiten bundesweiten Schulstreikkonferenz, die vom 18.-19. April mit zahlreichen Streikkomitees und über 200 Teilnehmern in Göttingen stattfand. Der zentrale Aufruf prangert die Zwangsmusterung an, ebenso die Wiedereinführung der Wehrpflicht und die Verstärkung der Bundeswehr von 260.000 auf 400.000 Bewaffnete, einschließlich Reservisten. BRD als stärkste Kriegs- und Führungsmacht in Europa? „Wir sagen nein zu Euren Kriegen für Neuverteilung von Macht, Einflusssphären, und mehr Profite. Die Karten werden neu gemischt. Ein Dritter Weltkrieg wird offensiv vorbereitet. Verteilungskriege laufen bereits in der Ukraine, im Iran, im ganzen Nahen Osten, in Somalia, in Asien …“ - heißt es darin.
Der REBELL schrieb dazu: „Aber: wie verhindern wir denn nun einen neuen Weltkrieg? Dabei dürfen wir uns auf keinen Fall auf die Seite des einen oder anderen Imperialisten stellen. Heute ist es nötiger denn je, dass wir uns über Ländergrenzen hinweg für Frieden und Freiheit zusammen schließen. Weltweit sind Arbeiter Vorbild, die Waffentransporte blockieren oder Streiks gegen Kriegswirtschaft organisieren. Es braucht Organisation, Klarheit und gemeinsam koordinierte Kämpfe. Solange der Imperialismus besteht, wird es Kriege geben. Der notwendige Schritt ist eine internationale Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg. Sie muss konsequent mit Antisemitismus, Rassismus, Querfront-Ideen und Antikommunismus brechen.
Die Menschheit muss und will nicht in Barbarei und Weltkrieg untergehen. Unsere Zukunft kann deshalb nur eine sozialistische Gesellschaft sein. Eine Gesellschaft, in der der Mensch und die Natur im Mittelpunkt stehen, nicht Profit und Aufrüstung. Organisiert euch und werdet Mitglied!“
Die Verbandsleitung des REBELL fordert deshalb auf - sowohl alle Mitglieder wie auch Ältere - aktiv den Schulstreik vorzubereiten, durchzuführen und ihn zu verbinden mit der Werbung für die nächste große Aktion: Das internationale Pfingstjugendtreffen!
Infos über die geplanten Aktionen gibt es bei schulstreikgegenwehrpflicht.com/streikende-stdte