Philippinen
MLPD-Solidaritätsschreiben an die Kommunistische Partei der Philippinen und die New People’s Army
Gabi Fechtner und Peter Weispfenning haben im Namen des Zentralkomitees der MLPD ein Solidaritätsschreiben an die Kommunistische Partei der Philippinen (CPP) und die New People’s Army (NPA). Rote Fahne News dokumentiert das Schreiben vom 29. April 2026.
Liebe Genossinnen und Genossen,
mit Trauer, aufrichtiger Empörung und revolutionärer Solidarität haben wir von dem brutalen Massaker erfahren, das am 19. April 2026 durch die philippinischen Streitkräfte (AFP) im Barangay Salamanca in Toboso verübt wurde. Bitte überbringt unsere herzlichen Grüße der Anteilnahme auch an die Familien der Opfer dieser faschistischen Attacke.
Die AFP hat dort 19 Menschen ermordet – darunter Kämpfer der New People’s Army und vor allem unbewaffnete Zivilpersonen: Journalisten, Jugend- und Studentenführer, Sozialforscher, Menschenrechtsverteidiger und Bauernorganisatoren. Neun von ihnen waren eindeutig Zivilisten, darunter zwei Jugendliche im Alter von nur 15 und 17 Jahren. Der bekannte NPA-Führer Ka Tapang wurde nach Drohnenaufnahmen des Militärs selbst noch lebend und bereits kampfunfähig hingerichtet – ein klares Kriegsverbrechen und eine eklatante Verletzung des humanitären Völkerrechts.
Die MLPD verurteilt dieses Massaker auf das Schärfste. Es ist ein weiterer blutiger Ausdruck des Terrorregimes unter Marcos Jr., das im Auftrag des US-Imperialismus und der einheimischen Großgrundbesitzer und Monopolkapitalisten den revolutionären Kampf des philippinischen Volkes und die nationaldemokratische Bewegung mit allen Mitteln zerschlagen will.
Trotz brutaler Repression haben sich Tausende Menschen bei der Bestattung der Opfer in langen Schlangen versammelt, um den Gefallenen die letzte Ehre zu erweisen. Das zeigt die tiefe Verwurzelung des Freiheitskampfes im Volk.
Die MLPD fordert gemeinsam mit Euch:
- die vollständige Aufklärung des Massakers
- die sofortige Veröffentlichung aller Drohnenaufnahmen und der sonstigen Beweismittel
- eine wirklich unabhängige internationale Untersuchungskommission (statt der verlogenen „Faktenermittlung“ des Militärs selbst).
Wir fordern von der deutschen Regierung die sofortige Beendigung jeglicher Zusammenarbeit mit dem Marcos-Regime.
Lasst uns die Zusammenarbeit im Kampf gegen Faschismus, Krieg und Imperialismus sowie für den weltweiten Sieg des Sozialismus intensivieren!
Mit revolutionären Grüßen
Gabi Fechtner und Peter Weispfenning für das Zentralkomitee der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD), 29. April 2026