Beitrag auf dem Webinar der United Front am 26. April

Beitrag auf dem Webinar der United Front am 26. April

Herzliche revolutionäre Grüße der MLPD zum 1. Mai!

Am Sonntag, dem 26. April 2026, fand ein Webinar der Internationalen Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung (United Front) statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 27 Ländern von vier Kontinenten versammelten sich zu einem Online-Meeting und bereiteten gemeinsam den Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse vor: "Gegen die Kriegsbrandstifter USA, Israel, gegen alle Imperialisten und Ausbeuter!"

Herzliche revolutionäre Grüße der MLPD zum 1. Mai!
Die MLPD beteiligt sich aktiv an den Protesten gegen den Überfall von Israel und USA auf Iran und am Kampf um den Erhalt des Weltfriedens (rf-foto)

Rote Fahne News dokumentiert den Webinar-Beitrag der MLPD: "Herzliche, revolutionäre Grüße von der MLPD!"

 

Die MLPD ist zu der Erkenntnis gekommen, dass sich ein weltweiter vorrevolutionärer Gärungsprozess herausgebildet hat. Die Massen wollen nicht mehr in der alten Weise leben, die Herrschenden können nicht mehr in alter Weise regieren.

 

Die Arbeiterklasse und die Volksmassen kommen millionenfach in Bewegung: In den letzten drei Jahren waren international mindestens 60 Millionen Menschen an Protesten, Streiks und Arbeiterkämpfen sowie Solidaritätsaktionen gegen den Völkermord in Gaza, die Überfälle auf Venezuela und Rojava, die faschistische Politik von Trump oder den Flächenbrand im Mittleren Osten beteiligt. Nochmal Hunderte Millionen waren es zusätzlich in gewerkschaftlichen Streiks.

 

Immer öfter erwacht das Klassenbewusstsein, das antifaschistische oder das antiimperialistische Bewusstsein auf breiter Front. Das bedeutet, dass wir auch dementsprechend arbeiten müssen. Es ist noch keine revolutionäre Situation, weil die kleinbürgerlich-antikommunistische und die kleinbürgerlich-faschistische Denkweise und das System der klein-bürgerlichen Denkweise noch zu stark auf die Massen einwirken. Deshalb muss das ganze Augenmerk darauf gelegt werden, die Entwirrung voranzutreiben.

 

Der diesjährige 1. Mai als weltweiter Kampftag der Arbeiterklasse muss und wird in diesem Zeichen stehen. In den Betrieben wächst die Ausbeutung teils unerträglich. In Deutschland gibt es einen regelrechten Generalangriff der Monopole und ihrer geschäftsführenden Regierung auf die Arbeiter. Grundlage ist die offene Krise der Neuorganisation der internationalen Produktion, die sich vertieft und verschärft. Die Imperialisten führen eine Vernichtungsschlacht um die Neuaufteilung der Welt. Seit dem 1.1.2026 wurde die Vernichtung von mindestens 200.000 Industriearbeitsplätzen angekündigt, über 120.000 Kollegen in Industriebetrieben verloren schon in 2025 ihre Arbeit.

 

Die Arbeiterjugend ist dabei besonders betroffen durch Vernichtung zehntausender Ausbildungsplätze und Schließung ganzer Lehrwerkstätten. Die bürgerlichen Parteien verlieren v.a. unter Arbeitern an Zustimmung. Die Bundesregierung rechtfertigt ihre Politik, „es wäre eben kein Geld da“. Dabei ist das Kapital sogar massiv gewachsen! Der Gesamtwert aller börsennotierten Unternehmen ist weltweit von 2022 bis 2025 um 69 Prozent auf unvorstellbare 159 Billionen US Dollar angestiegen. Es wurde aber in den letzten Jahrzehnten massiv umverteilt an die internationalen Monopole. Allein in Deutschland wuchs die Anzahl der Milliardäre in nur einem Jahr um ein Drittel auf 156.

 

Wir müssen den Kapitalismus als Ausbeutersystem entlarven und angreifen. Gegen diese Ausbeutungsoffensive beginnt sich eine Aktionseinheit unter der Arbeiterklasse zu formieren. Sie bezieht sich noch oft auf ökonomische Forderungen, die sich aber zunehmend mit politischen Fragen durchdringen, insbesondere dem Kampf gegen Faschismus, Krieg und Weltkriegsvorbereitung und die Umstellung auf Kriegswirtschaft.

 

Bei den diesjährigen Betriebsratswahlen traten faschistische Betriebsratslisten an, die eng mit der faschistischen Partei „Alternative für Deutschland“ zusammen hängen. Trotz massiver Aufwertung in den bürgerlichen Medien verfehlten diese faschistischen Listen ihr Ziel, die IG Metall zu überholen, kläglich. Demgegenüber konnten fortschrittliche und klassenkämpferische Kräfte wie zum Beispiel bei Opel in Bochum oder Tesla in Grünheide ihre Ergebnisse deutlich steigern.

 

Die MLPD arbeitet aktiv daran, dem Sozialismus zu neuem Ansehen zu verhelfen. Wir sehen, wie das insbesondere unter Arbeitern und der Jugend Früchte trägt. Die Herrschenden verstärken den Antikommunismus, etwa, wenn Trump jetzt jedes Jahr eine „Woche des Antikommunismus“ ausruft. Gleichzeitig verliert er unter den Massen an Ansehen, und in den USA hat bereits ein Großteil der Jugend ein positives Bild vom Sozialismus.

 

Mit dem echten Sozialismus auf Grundlage der proletarischen Denkweise hat die MLPD Schlussfolgerungen gezogen, wie erneuter Verrat am Sozialismus und wie Bürokratismus künftig verhindert werden können. Wir leben diese Konzeption mit unseren Prinzipien als Partei neuen Typs heute schon vor.

 

All das wird sich am 1. Mai niederschlagen. In Deutschland ist dieser Tag ein erkämpfter Feiertag, an dem in hunderten Städten gewerkschaftliche Demonstrationen und Kundgebungen stattfinden mit ca. 500.000 Teilnehmern. Zunehmend gibt es auch sogenannte „revolutionäre Vorabenddemos“. Wir kritisieren es, wenn diese Aktionen in Konkurrenz zu den gewerkschaftlichen Demos stattfinden. Sie sind zugleich besonders von der Jugend geprägt und dementsprechend beteiligen wir uns auch daran. Es ist eine Provokation, dass ausgerechnet am 1. Mai in einzelnen Städten Faschistenaufmärsche angekündigt sind. Dagegen formieren sich breite Aktionseinheiten.