Bochum
Free Palestine – Sponsorenlauf für das Al-Awda-Krankenhaus!
Der Sponsorenlauf, der für den Wiederaufbau des Krankenhauses Al-Awda in Gaza im Volkspark Langendreer in Bochum stattfand, war gut besucht und stieß auf reges Interesse! Die Veranstaltung wurde selbstorganisiert von Palestine must live! (Ortsgruppe mittleres Ruhrgebiet) und der Gaza-Soli-AG des REBELL Bochum.¹
Über 50 Läuferinnen und Läufer von klein bis groß starteten gegen 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein. Mit dabei waren Läuferinnen und Läufer aus Palästina, dem Libanon, aus Afghanistan, dem Iran, aus Syrien, Deutschland und noch weiteren Ländern.
Zahlreiche Runden wurden gelaufen. Sogar eine Rollstuhlfahrerin beteiligte sich am Lauf und legte viele Runden zurück. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten im Vorfeld fleißig Sponsoren geworben.
Insgesamt wurden so ca. 4900 Euro an Spenden von Sponsoren eingenommen. Zudem gab es leckeres palästinensisches Essen und Köstlichkeiten vom Grill, aber auch Kaffee und Kuchen sowie andere Getränke.
Die internationale Solidarität zeigte sich im Kleinen: Alle packten beim Abbau und Transport von Bänken, Tischen usw. mit an. Vor Startbeginn des Sponsorenlaufs informierten betroffene Palästinenser am Mikrofon über die Lage in Gaza, über den dort stattfindenden Genozid durch Israel, die Menschenrechtsverletzungen durch Israel im Westjordanland und die Unterstützung durch die deutsche Bundesregierung.
Ein junger Palästinenser, der Angehörige durch den Krieg in Gaza verloren hat, argumentierte: „Wir werden unseren Kampf gegen das zionistische Regime Nethanjaus fortsetzen, bis dieses Regime gestürzt ist!" Dabei wurde ausdrücklich betont, dass es nichts mit Antisemitismus zu tun hat, wenn die brutalen Menschenrechtsverletzungen durch das faschistische Regime Nethanjahus verurteilt werden. Selbstverständlich wurden auch die faschistischen Massaker der Hamas verurteilt.
Die Solidarität mit Palästina wird in Deutschland massiv kriminalisiert. Mitglieder des SDS (Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband) aus Bochum hatten im Rahmen der Kampagne „Academic Boycott“ zu einer Aktionswoche an der Ruhr-Uni Bochum eingeladen, in die sich auch der Sponsorenlauf einreihte. Kurzfristig entzog die Ruhr-Uni die Zusage für alle Räume. Dagegen erklärten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer solidarisch.
Die Organisatoren luden immer wieder zum 22. Internationalen Pfingstjugendtreffen in Gelsenkirchen ein. Es ist ein selbstorganisiertes Festival vom 22. bis 24. Mai. Auch an diesem Wochenende kommen der Kampf für eine Zukunft der Jugend, Sport, Musik, Workshops und internationale Solidarität zusammen. Wir sehen uns also bald wieder!
Hier gibt es alle Infos zum 22. Internationalen Pfingstjugendtreffen