Pressemitteilung der MLPD Bremen

Pressemitteilung der MLPD Bremen

Der Sozialismus gehört zum 1. Mai!

Die MLPD Bremen protestiert gegen einen Ausgrenzungsversuch durch die Spitze des DGB Bremen zum 1. Mai:

Der Sozialismus gehört zum 1. Mai!
Ausgezeichnete Stimmung auf der Maifeier der MLPD Bremen im letzten Jahr (rf-foto)

Wie in jedem Jahr beteiligt sich die MLPD in Bremen an der Demonstration des DGB und mit einem Infostand auf dem Domshof. Zu diesem 1. Mai wächst die Bedeutung, dass die Arbeiterbewegung ihre Stimme gegen Faschismus, Krieg und Umweltkatastrophe sowie verschärfende Ausbeutung erhebt.

 

Der 1. Mai, als Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse hat eine lange sozialistische Tradition. Am 1. Mai 1890 schrieb der Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus, Friedrich Engels: „Heute, wo ich diese Zeilen schreibe, hält das europäische und amerikanische Proletariat Heerschau über seine zum ersten Mal mobil gemachten Streitkräfte, mobil gemacht als ein Heer unter einer Fahne. ... Und das Schauspiel des heutigen Tages wird den Kapitalisten und Grundherren aller Länder die Augen darüber öffnen, dass heute die Proletarier aller Länder in der Tat vereinigt sind.“

 

In dieser Tradition steht die MLPD und meldete daher selbstverständlich bei Christian Wechselbaum, Vorsitzender des DGB Bremen, einen Stand an. Daraufhin teilte Miriam Bömer vom DGB der MLPD am 21. April hingegen mit, dass sie „keinen Stand von der MLPD beim 1. Mai zulassen“ würden. Als Begründung muss der Unvereinbarkeitsbeschluss der IG Metall gegenüber der MLPD herhalten.  


Wolfgang Lange von der MLPD Bremen dazu: „Im DGB gibt es keinen Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der MLPD. Die einzige Einzelgewerkschaft, wo es dieses antikommunistische Relikt aus der Zeit der Berufsverbote noch gibt, ist die IG Metall. Doch auch in den Metallbetrieben machen unsere Mitglieder oder uns nahestehende Kolleginnen und Kollegen, gute Gewerkschaftsarbeit, setzen sich oft mit am meisten, für die Interessen der Beschäftigten ein und werben Mitglieder für die IG Metall. Ich selbst war jahrelang Vertrauensmann und einige Zeit auch Vertrauenskörperleiter bei Lloyd Dynamo.“

 

Er führt weiter aus: „Dass es 1933 nicht gelungen war, die Einheit der Arbeiterbewegung gegen Hitler zu schließen, ermöglichte den grauenvollen Faschismus. Gerade in der heutigen Zeit, da Kriege, Umweltzerstörung und Faschismus unser aller Leben bedrohen, ist es notwendig, enger zusammenzurücken und dem Antikommunismus keinen Raum zu geben. Ein Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der faschistischen AfD ist überfällig. Die Arbeiterbewegung braucht eine fortschrittliche Perspektive!“

 

Einzelgewerkschaften, wie die GEW haben, die Vergangenheit aufgearbeitet und sich für Unvereinbarkeitsbeschlüsse und die Anwendung des „Radikalenerlasses“ bei den Betroffenen entschuldigt.

 

Wolgang Lange abschließend: „Wir brauchen starke kämpferische Gewerkschaften und eine gesellschaftliche Perspektive! Das alles fördert die MLPD. Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse der IG Metall gegenüber der MLPD gehören abgeschafft!“


Die MLPD Bremen lädt dazu ein, am 1. Mai zum Infostand auf dem Domshof oder zur Maifeier um 16 Uhr im Neustadtspark, Nähe Südbad, zu kommen.