Widerliche "Säuberungskampagnen"

Widerliche "Säuberungskampagnen"

Ausländerfeindliche Demonstrationen in Südafrika

Im ganzen Land breiten sich seit Wochen aggressive ausländerfeindliche Demonstrationen aus, selbsternannte "Säuberungskampagnen". In Durban, Pretoria, Piertermaritzburg und Johannesburg jagten und verprügelten hunderte mit Knüppeln bewaffnete Schläger Migranten und verwüsteten ihre Geschäfte.

Korrespondenz

Die Organisatoren sind "March and March", MK Party, Operation Dudula und die Partei Patriotic Alliance. Zunehmend wird der Ton in faschistischer Manier verschärft, indem man sich frech zur Ausländerfeindlichkeit bekennt. Für den 4. Mai sind landesweite Aufmärsche geplant. Die weitgehend ungebremste Ausbreitung der kleinbürgerlich-faschistischen Ideologie ist das Ergebnis davon, dass seit Jahren von allen Parteien Stimmung gegen Migranten gemacht wird. Die frühere Befreiungsbewegung ANC ist so tief gesunken, die faschistische Patriotic Alliance mit in die Regierungskoalition zu nehmen. Diese stellt den Minister für Sport, Kunst und Kultur, Gayton McKenzie, einen früheren Kriminellen. Er will eine Truppe wie ICE in den USA in Südafrika einführen. Sogar der Jugendverband des ANC betreibt "Säuberungsaktionen" in Fabriken.

 

Auch wenn die Regierung jetzt heuchlerisch die Gewalt verurteilt, so hat sie doch selber seit Jahren die Migranten als Ursache der Probleme des Landes bezeichnet und in den letzten beiden Jahren 110.000 Menschen deportiert. Der Gipfel war das Verhungernlassen von über 100 migrantischen Bergleuten Anfang 2025, die in einem Schacht bei Stilfontein festsaßen.

 

60 % der Bevölkerung Südafrikas leben unterhalb der Armutsgrenze. Solange ihr Zorn sich gegen Migranten lenken läßt, können die 10% Superreichen die Profiteure (und sicher auch die Geldgeber) des wachsenden Faschismus in der Gesellschaft bleiben.

 

Bitte angucken!: https://www.youtube.com/watch?v=zjEAN71rYV0