1. Mai Göppingen
Arbeiterbewegung weist Provokation der AfD entschieden zurück!
An der DGB-Kundgebung nahmen 400 bis 500 Kollegen und Kolleginnen teil. Das waren mindestens doppelt so viele wie vor einem Jahr. Für etliche war der Anlass, nach längerer Zeit wieder an dieser Kundgebung teilzunehmen, den Protest gegen die AfD zum Ausdruck zu bringen.
Zum Auftakt gab es nach vielen Jahren wieder ein (kurze) Mai-Demonstration. Angeführt wurde der Zug mit dem Transparent »Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda - MLPD«. Es war auch das einzige Transparent. Zum Abschluss gab es eine zweite Demonstration zurück zum Bahnhof. Kurz kann man sagen, dass die MLPD dafür gesorgt hat, aus der geplanten »Begleitung der mit der Bahn Anreisenden« zwei richtige Demonstrationen zu machen.
In bewährter Tradition führten wir unseren Infostand durch. Insgesamt wurden fast 50 Broschüren zu »Zentrum« verkauft. Viele Kollegen spendeten dafür zusätzlich - Einzelne gaben auch 5 Euro für eine Broschüre. Verschiedene Redner positionierten sich eindeutig gegen Faschismus und Krieg, aber auch gegen die von Merz eingebrachte Kürzung der Renten. Ein Vertrauensmann aus Göppingen forderte in seinem Beitrag, dass es »hier keinen Platz für Nazis« gibt.
Im Anschluss an die DGB-Kundgebung unterstützten wir eine örtliche Gruppe antifaschistischer Jugendlicher bei ihrem Protest - welcher mit lautstark gerufenen Parolen zum Ausdruck gebracht wurde.
Wie bereits bei den Betriebsratswahlen verfehlte die AfD ihre großspurigen Ziele: Trotz landesweiter Mobilisierung und Oliver Hillburger als Hauptredner nahmen höchstens 100 Leute an der Kundgebung teil. In der Presse hatten sie noch großspurig angekündigt, dass die ersten 300 Teilnehmer eine Gratis-Wurst mit Brötchen bekommen. In Göppingen hat die Arbeiterbewegung eindeutig klargestellt, der 1. Mai ist der Tag der Arbeiter!