BP Gelsenkirchen

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Alberne Hütchen gegen wachsendes Ansehen der MLPD

Wie jeden zweiten Freitag stehen wir am Tor von BP und bieten das Rote-Fahne-Magazin an, sprechen mit den Kolleginnen und Kollegen und erfahren auch Neues zum Verkauf von BP an die US-amerikanische Klesch Group des Milliardärs Gary Klesch.

Korrespondenz
Alberne Hütchen gegen wachsendes Ansehen der MLPD
Der Beweis für das "Hütchenspiel" des Werksschutzes (rf-foto)

Aber in den letzten Wochen ist es irgendwie anders. Das eine Mal vor zwei Wochen hörte man plötzlich eine Durchsage an der Pförtnerbude, es gebe einen Feuerwehreinsatz auf dem Betriebsgelände. Dann beginnt ein reges Treiben des Werkschutzes Stölting: Wir werden vom (nicht befriedeten) Gelände geschickt, es werden Hütchen an der Einfahrtsstraße aufgestellt, alle Kolleginnen und Kollegen, LKWs, Lieferdienste usw. werden schon dort kontrolliert.


Jetzt, zwei Wochen später, nachdem wir schon eine ganze Weile in Gesprächen waren, standen wieder Hütchen da – und wieder kam die Aufforderung, das Gelände zu verlassen. Die Leute würden nicht mit uns sprechen wollen. Dem sind wir nicht nachgekommen. Nicht nur, weil wir schon seit Jahren per Urteil die Genehmigung für unsere Einsätze haben, sondern auch, weil die Kolleginnen und Kollegen sehr gut selber entscheiden können! Der Stölting-Mitarbeiter hat aber offenbar den Auftrag, mir mit der Polizei zu drohen.


Man kann den Angstschweiß der Geschäftsführung fast riechen. Die Kolleginnen und Kollegen sollen nicht mit der MLPD in Berührung kommen, sollen sich nicht den Ideen einer sozialistischen Gesellschaft öffnen.

 

Wir führen unsere Gespräche in Ruhe zu Ende und machen uns auf den Heimweg. Vorbei an den Hütchen samt Kontrolleur. Auf die Frage, wozu die Absperrung dient, bekommen wir die Antwort: "Ab hier ist befriedetes Gelände". Ein Schuft, wer Böses bei dem Ganzen denkt.