1. Mai Ulm

1. Mai Ulm

Kämpferisch, optimistisch und solidarisch im Miteinander

Die Ulmer Mai-Demonstration und DGB-Kundgebung am 1. Mai waren so gut besucht wie schon lange nicht mehr und auffallend jung. Die Polizei schätzte 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der DGB berichtet auch von mehr Arbeiterinnen und Arbeitern dieses Jahr.

Von einem Korrespondenten

Sicherlich haben die angedrohten Kürzungen im Sozialbereich viele Menschen mobilisiert. Ein Beispiel: Das "Aktionsbündnis Psychotherapie" war zum ersten Mal auf einem 1. Mai und protestierte gegen die Honorarkürzungen.

 

Eine neue Entwicklung war die Bildung eines "antikapitalistischen Jugend-Blocks“, zusammengesetzt aus linken Gruppen wie solid, Soli-Netzwerk, Wehrpflichtgegnern, Palästina-Solidarität, und REBELL, der weitere Jugendliche anzog. Der Block lief weit vorn im Demozug. In den Parolen ging es um weitergehende Fragen als nur Kürzungen - nämlich um Klassenkampf, Revolution und ja, damit natürlich auch um Sozialismus.

 

Die Stimmung war kämpferisch, optimistisch und solidarisch im Miteinander. Ein Junge lief allein mit. Angesprochen, erzählte Tim, er sei 15, auf dem Gymnasium und habe sich besonders wegen dem Protest gegen die Wehrpflicht entschlossen, zum 1. Mai zu gehen. In seiner Clique würden sie auch viel über Politik reden, er verfolgt die Politik genau und ist sehr offen für Marxismus und Sozialismus. Der Kontakt zum REBELL wurde hergestellt, damit er zu den Treffen eingeladen wird.