1. Mai Schweinfurt

1. Mai Schweinfurt

Seit Jahren wieder eine Demonstration - wachsende Aufgeschlossenheit zum Sozialismus

Der DGB in Schweinfurt hat erstmals seit Jahren wieder eine erfolgreiche Demonstration organisiert. Das hatten fortschrittliche Kräfte seit Jahren gefordert, und es war genau richtig in der gegenwärtig zugespitzten Situation auf der Welt. Gerade in einer Arbeiterstadt wie Schweinfurt. Das hat viele Jugendliche angezogen und zu einer deutlich größeren Teilnehmerzahl geführt.

Von Korrespondenz
Seit Jahren wieder eine Demonstration - wachsende Aufgeschlossenheit zum Sozialismus
Der Infostand der MLPD in Schweinfurt (rf-foto)

DGB-Redner führten in ihren Redebeiträgen aus, was die Angriffe auf Arbeitsplätze und soziale Errungenschaften konkret umfassen und bedeuten, orientierten aber letztlich auf den Erhalt des sogenannten Sozialstaats. In Diskussionen mit Teilnehmern an unserem Infostand stand mehr die Frage im Raum, wie es überhaupt weitergeht. Um Fragen wie "Ich habe noch eine Arbeit, kann aber kaum die Wohnung bezahlen" oder "Wird sich das nochmals ändern, was ist die Alternative?"


Die Aufgeschlossenheit, über den echten Sozialismus zu diskutieren, hat nochmal deutlich gegenüber den letzten Jahren zugenommen. Unser Stand der MLPD zwischen SPD und Linkspartei war anziehend und forderte heraus, solche Diskussionen zu führen. Das MLPD-Parteiprogramm wurde von 6 Leuten interessiert genommen. Gleichzeitig machten wir Werbung für ein Treffen zur Vorbereitung des 22. Internationalen Pfingstjugendtreffens, wofür sich einige in die Mitmach-Liste eintrugen. Mit dem Singen des Solidaritätsliedes klang diese Mai-Veranstaltung aus.


Mittlerweile ist es im vierten Jahr eine Tradition, dass vom Bündnis "Schweinfurt ist Bunt" zum 1. Mai ein antifaschistisches Fest gemacht wird, das mittlerweile feste Strukturen hat. In diesem Bündnis sind wir wirklich breit von Religion bis Revolution aufgestellt. Viele Organisationen machten Stände, auch mit Essen und Trinken, meist zum Spendenpreis. Es gab verschiedene Redebeiträge. So auch vom neuen SPD-Bürgermeister, der sich konkret gegen die faschistische Gefahr aussprach und zum Zusammenhalt dagegen aufrief.

 

Ein Vertreter der MLPD ging auf den Klassencharakter des Faschismus ein, der nicht einfach in den Köpfen der Menschen entsteht, sondern einen Kurswechsel von wesentlichen Teilen der herrschenden Monopole zum Ausdruck bringt. Wir brauchen festere und organisierte Strukturen im antifaschistischen Kampf, wie wir sie in den antifaschistischen Massenprotesten in den USA sehen. Gleichzeitig griff er auch an, dass aus antikommunistischen Gründen immer wieder fortschrittliche und revolutionäre Kräfte angegriffen werden, was die Bewegung spaltet. Das wurde von vielen Jugendlichen begrüßt.


Auch hier konzentrierten wir uns darauf, das 22. Internationale Pfingstjugendtreffen in Gelsenkirchen breit bekannt zu machen und weitere Teilnehmende dafür zu gewinnen. Es gab weitere Zusagen, sich an der Vorbereitung zu beteiligen.


Insgesamt war bei diesen Veranstaltungen eine gute, aufgeschlossene Stimmung und man merkte, dass viele sich mit einer Perspektive über den Kapitalismus hinaus, auseinandersetzen.