1. Mai Ludwigsburg

1. Mai Ludwigsburg

Die Jugend vorne dran – kämpferisch und einfallsreich

Ca. 250 Demonstranten – überwiegend junge Leute – trafen sich an diesem 1. Mai am Ludwigsburger Bahnhof zu einer Demonstration durch die Stadt. „Sozialismus oder Barbarei“ – mit diesem Motto hatte die Antifa dazu eingeladen. Mit Rufparolen, Transparenten, Fahnen, selbstgemalten Schildern, Liedern und Aktionen zog der kämpferische Zug durch die Stadt.

Korrespondenz

Unübersehbar und unüberhörbar wurde deutlich gemacht: Wir sind gegen Kriegsgefahr und Wehrpflicht, gegen Faschismus, Umweltkatastrophe, Arbeitsplatzvernichtung und Armut – und wir nennen die Verursacher: das Finanzkapital und die Monopole weltweit und ihre Jagd nach Maximalprofiten. Das fordert geradezu heraus, den Kapitalismus bzw. den Imperialismus revolutionär zu überwinden.

 

Entsprechend vielfältig waren auch die teilnehmenden Kräfte: Antifa, Die Linke, MLPD, SDAJ, DFG-VK, IG Metall, NGG (Gewerkschaft Nahrung und Genussmittel), GEW, DGB, Ver.di, Frauenverband Courage, Betriebsseelsorge, …

 

Das Ziel der Demo war der Arsenalplatz in Ludwigsburg. Dort hatte der DGB zur Maifeier eingeladen. Verschiedene Organisationen und Parteien hatten Verkaufs- oder Informationsstände aufgebaut. Es gab Live-Musik und Reden.

 

Der Büchertisch der MLPD war immer wieder von Jugendlichen geradezu belagert. Sie interessierten sich besonders für grundsätzliche Literatur von Marx, Engels, Lenin oder Ausgaben der Buchreihe der MLPD "Revolutionärer Weg" sowie dem Parteiprogramm der MLPD.

 

Auch die Gespräche am Büchertisch drehten sich vorwiegend um grundsätzliche Fragen wie zum Beispiel: "Wieso feiert ihr Mao Ze Dong und Stalin?", "Gab es Sozialismus in der DDR und in Jugoslawien?" und viele weitere. Der Wunsch nach Klärung war unübersehbar.